Wann kommt das schnelle Internet?

Debatte Breitband im ländlichen Raum

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Im engagierten Gespräch: Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter. Foto: Wieland Josch  Foto: Wieland Josch

Reichenbach. Breitband, so stellte IT-Projektleiter Christian Schier gleich zu Beginn der Diskussion im Reichenbacher Bürgerhaus klar, ist nur ein anderes Wort für schnelles Internet, und was die Versorgung damit angehe, sei Mittelsachsen wahrlich kein Vorreiter.

Dies war der Grundtenor der Veranstaltung des SPD-Ortsvereins von Großschirma am vergangenen Freitag, zu der neben dem Bürgermeister Volkmar Schreiter auch sein Augustusburger Amtskollege Dirk Neubauer und der Breitband-Experte David Noelte eingeladen waren. Gesprächsleiter Schier berichtete dabei von seinen Sorgen.

Jahrtausendaufgabe muss umgesetzt werden

Er könnte von zu Hause in Großschirma aus arbeiten, hätte er dort mehr als ein paar Mbit in der Datenleitung. So muss er jeden Tag nach Freiberg in ein Büro pendeln. Dirk Neubauer hingegen lenkte den Blick auf das Große und Ganze. "Es ist eine Jahrtausendaufgabe, die derzeit umgesetzt werden muss", sagte er. "Diese an die Kommunen herunter zu delegieren, ist nicht richtig." Volkmar Schreiter begründete noch einmal eine Entscheidung des Stadtrates, der sich im vergangenen Jahr dagegen ausgesprochen hatte, den Eigenanteil für den Breitbandausbau aufzubringen. "Wir haben zwar das Geld, aber wir müssen uns entscheiden, ob nun Breitband oder Kitaneubau", sagte er.

"Wir müssen mit jedem Euro verantwortungsbewusst umgehen." Allerdings konnte er auch verkünden, dass ein Telekommunikationsunternehmen versichert hat, die Versorgungweiter Teile Großschirmas mit schnellem Internet bis Ende 2019 zu gewährleisten.