Was damals sonst noch passierte

Interessantes Geburtstag und Pfingstfest auf dem Sachsenring 1996

Bis alles beginnen konnte, hatten viele Verantwortliche Bauchschmerzen zu ertragen, denn bis 7.10 Uhr dauerten an dem Trainingsfreitag die letzten Arbeiten an der Strecke. "Kurz nach 7.00 Uhr kratzten die Bauleute noch an den Streckenbegrenzungen herum, trugen grüne Farbe auf und versuchten, in den Stehplatzbereichen für festen Untergrund zu sorgen, damit uns die Rennstrecke nach dem langen Regen nicht unter den Füßen wegrutschte", erinnert sich der damalige Rennleiter Haubold heute noch.

Einige Teams standen kurz vor der Abreise. Kawasaki-Deutschland mit dem Star Jochen Schmid meinte: "Hier wird sicherlich nie ein Rennen gefahren", verschwand aus der internationalen Pressekonferenz und ging in die Gaststätte an der Karthalle, um gemütlich einen Kaffee zu trinken.

Es kam anders. Und Franz Rau, Promotor der Pro Superbike, sagte dazu: "Warte ab, die Sachsen kriegst du nicht klein. Wir fahren hier." Und so geschah es.

Der Sport bescherte dann große Kämpfe mit einem Hohenstein-Ernstthaler Andre Friedrich in der hochkarätigen Pro Superbike Klasse, der aber dem Schweden Christer Lindholm mit der Ducati nicht das Wasser reichen konnte. Mit 1:45.55 Minuten fuhr dieser den ersten Rekord auf neuer Strecke. Aus der Region waren unter anderem dabei: 125ccm: Steve Jenkner (10.), Sirko Wache (13.), ADAC Junior Cup: Dirk Reißmann (4.), Dirk Heidolf (7.), Jarno Müller (12.), 250ccm: Norman Rank (13.)

Alles ging gut. Alle waren zufrieden und der neue Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal hatte an diesem Geburtstags-Pfingstwochenende seine Feuertaufe bestanden.