Was dringend getan werden muss

Asyl Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann setzt sich für Verbesserungen ein

Freiberg. 

Die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) hat sich bei Besuchen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften ein Bild von der Situation der Asylbewerber gemacht. Schnell kristallisierten sich dabei Dinge heraus, die verbessert werden sollten. "Besonders in den Zelten haben die Menschen, vor allem die Familien, viel zu wenig Privatsphäre", sagt Veronika Bellmann. Dass diese nur eingeschränkt möglich ist, weiß sie, doch wäre mit mehr höheren Trennwänden viel zu erreichen. "Eine Idee ist auch, Faltzelte in die großen Zelte zu stellen", so Bellmann. An Sachspenden ist vor allem Kleidung zahlreich gegeben worden. Nun fehlt es, beispielsweise in Döbeln, ganz schlicht an Regalen zur Lagerung. "Und es werden Männersachen gebraucht", regt Veronika Bellmann an, "dabei besonders Männerschuhe". Manchmal hapert es aber an ganz einfachen, organisatorischen Dingen, beispielsweise, wenn ein gehbehinderter Asylbewerber ausgerechnet in der oberen Etage eines Hauses ohne Fahrstuhl untergebracht wird. Derlei spricht die Bundestagsabgeordnete an, will sich um pragmatische Lösung bemühen. Um noch näher an die Probleme zu kommen, wird Bellmann demnächst einen Tag in der Zentralen Ausländerbehörde und einen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verbringen. Es gäbe noch viel zu klären, unter anderem Fragen der Schulpflicht. "Kinder sind sofort schulpflichtig, egal ob sie Asylstatus haben oder nicht", sagt Veronika Bellmann. "Das belastet definitiv die Kommunen, weil sie sofort finanziell beansprucht werden." Ein Punkt von vielen, denen sie weiter nachgehen will.