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Was Freiberg jetzt anpackt

Hochwasser Bürger werden über Arbeiten informiert - Sie kosten 6,3 Mio. Euro

Die Bilder des letzten Hochwassers im Juni vergangenen Jahres sind allen noch sehr gut im Gedächtnis. Es sind vor allem jene intensiven Kämpfe, welche Menschen entlang der Elbe gegen die Naturgewalten führten, die sich eingeprägt haben. Aber auch, um in der Region zu bleiben, die Anstrengungen, welche die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren entlang der Bobritzsch und der Mulde gemeinsam mit vielen Helfern von Technischen Hilfswerk oder Deutschen Roten Kreuz unternahmen, um der Gewalten Herr zu werden und die Schäden in Grenzen zu halten. Durch eine unglückliche meteorologische Verquickung suchte die Flut vor allem das Bobritzschtal gleich zweimal heim.

So schlimm wie an anderen Orten wütete das Wasser in Freiberg aufgrund seiner Lage nicht. Dennoch sind Hochwasserschutzmaßnahmen dringend erforderlich.

Ein entsprechendes Programm hat der Stadtrat denn auch im vergangenen Oktober beschlossen. Nun findet am Dienstag, dem 18. Februar, um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses am Obermarkt ein Bürger-Infoabend zum Thema statt. "Wir wollen dabei über die geplante Umsetzung der weitreichenden Beschlüsse informieren", sagt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm. "Die Maßnahmen haben ein Gesamtvolumen von 6,3 Millionen Euro."

Das umfangreichste Vorhaben in dem Beschlusspaket ist der Bau eines Rückhaltebeckens im Ortsteil Zug. "Doch nicht nur dieser Bau wirft zahlreiche Fragen auf", so Schramm weiter. "Vorgesehen sind auch der Ausbau des Biberteiches als grünes Hochwasserrückhaltebecken sowie die Aufweitung von Durchlässen und Brückenbauwerken." Derzeit werden für das Hochwasserschutzkonzept die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet. Dazu gehört auch eine umfängliche Öffentlichkeitsbeteiligung.

Die Bürger haben beim Info-Abend die Gelegenheit, Anregungen und Bedenken vorzubringen, die entsprechend bewertet werden und gegebenenfalls in die Planungen einfließen können.