Was passiert beim Blackout?

Exkursion Energieanbieter lässt Gymnasiasten im Dunkeln stehen

Was passiert, wenn die Energieversorgung unterbrochen wird? Das und noch viel mehr rund um das interessante Thema Energie erfuhren im Bildungs- und Kommunikationszentrum Wasserkraftwerk Mittweida, das von der envia Mitteldeutschen Energien AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule und dem Förderverein Wasserkraftwerk betreut wird, vor Ort Schülerinnen und Schüler bei einem sogenannten Blackout-Erlebnistag. Das ist eine Pilot-Veranstaltung, die in diesem Schuljahr für Siebt- bis Zwölftklässler erstmals durchgeführt wird. Weitere Erlebnistage fanden in Halle (Saale) und Uebigau-Wahrenbrück (Brandenburg) statt. Die Jugendlichen der Klasse 9 c des Pestalozzi-Gymnasiums Rodewisch ließen sich im Wasserkraftwerk Mittweida gern in die Welt der Energie entführen. "Solch eine Exkursion ist immer viel spannender als der Unterricht in der Schule", so die Gymnasiasten. Während des einführenden Rundganges durch die betagte Wasserkraftanlage an der Zschopau, lernten die Rodewischer die gesamte ursprüngliche Anlage kennen. Andreas Lohs vom Förderverein Wasserkraftwerk Mittweida erklärte, wie sich das Kraftwerk seit seiner Erbauung von 1907 bis 1909 entwickelte. Ursprünglich lediglich mit Dampf betrieben, wurde später auf Diesel umgestiegen, bevor sich entschlossen wurde, die Wasserkraft zu nutzen. Doch zurück zum Erlebnistag: Am Nachmittag wurde es praktisch. Bei verschiedenen Modulen, wie Schwarzlicht-Tischtennis oder Sinneserfahrungen im Dunkeln sowie mit dem Experimentierkoffer wurden die Schüler damit konfrontiert, wie es ist, ohne elektrischen Strom auszukommen. Beim Ertasten verschiedener Dinge, wie beispielsweise Rosinen oder Büroklammern hatten die Rodewischer besonders viel Spaß. Auch Rollenspiele, bei denen verschiedene Gewerke ohne Strom auskommen mussten, kamen bestens an.