Was tun, wenn Hochwasser kommt?

Übung Mitglieder der Wasserwacht in Rochlitz proben den Ernstfall

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Mitglieder der Wasserwacht Rochlitz üben den Aufbau der Hochwasserschutzwand am Mühlplatz. Foto: Andrea Funke  Foto: Andrea Funke

Rochlitz. Der Tag des Hochwassers war Anlass für die jährliche Übung der Wasserwacht Rochlitz, bei der die Hochwasserschutzwand entlang der Mulde errichtet wurde. "Die Hochwasserschutzwand wurde drei Tage vor dem Hochwasser 2013 an uns übergeben. Zwar schwappte das Wasser damals auch etwas über, denn die Wassermassen waren circa 30 Zentimeter höher aber es entstanden weitaus weniger Schäden, als wenn dieser Schutz nicht gewesen wäre", erklärt Hauptamtsleiter Mario Rosemann, in dessen Aufgabengebiet der Hochwasserschutz fällt.

Mitglieder proben für den Ernstfall

Seitdem wird der Aufbau der Hochwasserschutzwand, die rund zwei Kilometer lang ist und aus drei Abschnitten besteht, geprobt. Diesmal ist Abschnitt eins direkt am Mühlplatz bis zur Fischergasse und Brücke dran.

Im Ernstfall würden hier nur vier bis sechs Mann zum Einsatz kommen. Bei der heutigen Übung sind 20 Mann vor Ort. Als erstes müssen die Blindschrauben auf der Mauerkrone entfernt werden, die Löcher werden mit Luft gesäubert. Dann werden die Stempel aller drei Meter befestigt. Dahinein werden die Dämmbalken, die circa 15 Zentimeter hoch sind, eingeschoben.

Jeder muss alles können

"Diese bestehen aus Aluminium und sind sehr leicht. Das ist gut für den Transport und die Montage, jedoch muss damit sorgsam umgegangen werden damit die Kanten nicht beschädigt werden", erklärt Rosemann. Nach jeder Übung erfolgt eine Auswertung und es werden Schwachstellen aufgedeckt um sie beim nächsten Mal abzustellen.

Es gibt keine Spezialarbeiten, alle müssen jeden Handgriff trainieren, sodass Jeder im Ernstfall überall eingesetzt werden kann. Dafür treffen sich die Freiwilligen auch vierteljährlich in der Feuerwache zur Schulung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der zweite Abschnitt der Hochwasserschutzwand im Bereich der Muldenschule. Dort erreichen die Stempel eine Höhe von drei Metern. Der letzte Abschnitt reicht von der Brücke bis zum Klinkborn.

Dort erledigen im Ernstfall zwei Mann den relativ einfachen Aufbau der Schutzwand. Um das Material zu schonen, werden bei der jährlichen Übung nur einzelne Abschnitte aufgebaut. Aller drei Jahre erfolgt der komplette Aufbau, der dann zirka fünf Stunden dauert.