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Wasserski steht auf der Kippe

Hochwasserschutz Untersuchungen ergaben mehr Schäden als erwartet

Normalerweise sollte die Rossauer Wasserskianlage pünktlich im April öffnen. Doch daran ist momentan wohl nicht zu denken, denn das trockengelegte Becken weist mehr Mängel auf als bisher angenommen. Das ergab jetzt eine Untersuchung des Ingenieurbüros Melioplan mit Sitz in Chemnitz, von dem das Wasserbecken auf mögliche Schäden überprüft wurde, die nach dem Hochwasser im Juni vergangenen Jahres entstanden. Dabei wurde festgestellt, dass ein Betrieb der Anlage unter Berücksichtigung einer Nebennutzung als Wasserskianlage Risiken birgt. Eine künftige Inbetriebnahme kann erst dann erfolgen, wenn alle bemängelten Bereiche ertüchtigt werden. Für die Betreiber der Anlage heißt das konkret, dass sie in den kommenden Wochen und Monaten vorerst auf dem Trockenen sitzen. Denn die Anlage kann derzeit nicht mit Regenwasser gefüllt werden. Der pünktliche Start in die Wasserskisaison steht damit in Rossau auf der Kippe.

Für Peter Konzuch, Pächter sowie Inhaber der Anlage, ist die Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht. "Ich verlange von der Gemeinde, dass sie die notwendige Instandsetzung jetzt schnell umsetzt, andernfalls erwäge ich Schadensersatzansprüche", betont Konzuch, der die Anlage seit 2001 betreibt. Der Anwalt, der in Dresden eine Kanzlei besitzt, kann im Augenblick nicht nachvollziehen, weshalb die Anlage offensichtlich über mehrere Jahre hinweg mangelhaft unterhalten wurde. "Ich kann darüber nichts sagen, denn für die Überprüfung und Instandsetzung ist die Rossauer Gemeinde verantwortlich", betont der Jurist. Laut Informationen von Bürgermeister Dietmar Gottwald wurde die Anlage kontinuierlich überprüft. Nur für deren Bau, der nach der politischen Wende erfolgte, fehlen bislang alle Unterlagen. Um die Anlage wieder technisch auf Vordermann zu bringen, hat die Kommune bereits Fördermittel beantragt. Ob die Sportstätte als solche auch weiterhin betrieben wird, ist offen. Denn geplant ist, die beliebte Wasserskianlage als Regenrückhaltebecken für den Hochwasserschutz umzubauen. Dafür müsste ihr Speichervolumen erweitert werden.