Wassersport des Marineclubs Lauenhain ist gefährdet

Sport Die Schlammbank in der Talsperre Kriebstein

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Die Talsperre Kriebstein droht in Lauenhain zu versanden. Foto: Chris Brinkmann

Mittweida. Es ist ein sonniger Tag im Frühling. Die Sonne scheint auf die Bootanleger in der Talsperre Kriebstein in Lauenhain. Unscheinbar fließt das Wasser vorbei. Am Ufer steht Davis Lehmann, Vorsitzender des Marineclubs Lauenhain, und zeigt auf das Wasser. Dort, mitten in der Talsperre, steht der stellvertretende Vereinsvorsitzende Sven Heller nur bis zu den Knien im Wasser.

Ausfahrt nur über einen kleinen Korridor

"Eins unser größten Probleme ist die Schlammbank vor unserem Hafen", fängt Davis Lehmann an zu erklären und fährt fort: "Dort, wo es die gelben Bojen anzeigen, ist die Talsperre nur noch 50 cm tief. Unsere Boote haben aber mindestens einen Tiefgang von 60 cm". Die Ausfahrt ist so nur noch über einen kleinen Korridor möglich. Dieser wird von zwei weiteren gelben Tonnen markiert.

"Das Wasser fließt vorne gegen den Wappenfelsen und treibt dann langsam den Schlamm zurück", erklärt Davis Lehmann weiter. Nach dem Hochwasser 2003 wurde an der Talsperre Kriebstein eine Sedimentsverlagerung vorgenommen. Dadurch ergab sich auch der neue Strömungsverlauf. "Wenn es so weiter geht, dann ist unser Wassersport an der Talsperre Kriebstein gefährdet", weiß Davis Lehmann.

Im September findet der Talsperrenpokal statt

Bereits heute ist es schwer mit den bis zu acht Meter langen Booten im Hafenbecken zu manövrieren. Oft fahren die Wassersportler des Marineclubs Lauenhain auch nur noch mit einem Ruderboot raus, weil die Ausfahrt mit einem Kutter zu aufwändig wäre. "Im Prinzip bräuchten wir einen großen Bagger, der die Talsperre wieder vertiefen könnte", erklärt der Vereinsvorsitzende Davis Lehmann und ergänzt: "Das würde dann, je nach Strömung, für sieben bis acht Jahre halten".

Doch so eine Vertiefung steht in den nächsten Jahren wohl nicht an. Und so hoffen die Sportler des Marineclubs Lauenhain noch möglichst lange durch ihre kleine Fahrrinne aus dem Hafen zu kommen. "Im September findet wieder unser Talsperrenpokal statt. Dann werden hier sieben bis zehn Kutter liegen und fahren. Das wird echt spannend", schaut Davis Lehmann voraus.