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Wechselburg: Pfarrkirche Sankt Otto erhält Fördermittel

Restaurierung Kirchgemeinde erhält 168.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege

Wechselburg. 

Gute Nachrichten für die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Rochlitz-Wechselburg, denn zur Restaurierung des Innenraums der Kirche Sankt Otto ging kürzlich ein Fördermittelbescheid über 168.300 Euro ein. Diese Zuwendung stammt aus Mitteln des Bundes sowie des Freistaates Sachsen und basiert auf dem Landes-Sonderprogramm Denkmalpflege 2021. Unterstützt wird damit ein wichtiges Bauvorhaben in der Region. Der Innenraum der ab 1730 errichteten Kirche St. Otto benötigt umfassende Restaurierungsarbeiten unter Beachtung des Denkmalschutzes.

Verschiedene Ausbesserungen geplant

Vorgesehen sind unter anderem die Ausbesserung von Mauerwerk und Porphyr-Elementen, der Einbau einer Unterdecke, Elektroarbeiten sowie die Konservierung und Restaurierung von Wandmalereien. Zudem müssen zahlreiche Holzelemente instandgesetzt werden, unter anderem wegen der Schäden durch Holzwurmbefall. "Gern unterstützt der Freistaat Sachsen nachhaltige Projekte wie hier in der Wechselburger Kirche St. Otto", erklärte Staatsminister Thomas Schmidt. "Mein Dank gilt aber vor allem den Bürgern und Unternehmen, deren Steuern entsprechende Förderprogramme erst möglich machen." Die Pfarrkirche St. Otto in Wechselburg gehört zu den herausragenden Zeugnissen des barocken Kirchenbaues in Sachsen. Sie wurde in der Zeit von 1730 bis 1737 weitgehend neu errichtet. Im Turm sind jedoch auch noch romanische Reste aus der Zeit um 1200 des im Jahr 1604 durch Brand schwer beschädigten Vorgängerbaus erhalten. Der Turmaufbau entstand nachträglich im Jahr 1765 nach Plänen von Johann Hermann.

Kirchenbau der Barockzeit in Sachsen

Als Saalbau mit dreiseitig umlaufenden, zweigeschossigen Emporen ist die Kirche eine typische Vertreterin des protestantischen Kirchenbaus der Barockzeit in Sachsen. Hervorzuheben ist die Orgel der Kirche. Das im Jahr 1781 erbaute Instrument gilt als bedeutendste Arbeit des Mülsener Orgelbauers Johann Jacob Schramm. Das Bauvorhaben soll bis Dezember 2022 realisiert werden. Der Gesamtumfang der Kosten wurde auf mehr als 264.000 Euro veranschlagt.

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