Wegefarther Mühle erwacht

Denkmal Schritt für Schritt sanieren

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Es geht voran: Rainer Faulhaber (l.) und Steve Johannes Ittershagen vor der Wegefarther Mühle. Foto: W. Josch

Wegefarth. Es ist eines der interessantesten und schönsten Gebäudeensembles der Region. Das Areal der Wefarther Mühle liegt sehr idyllisch, umrahmt von hohen Bäumen, an drei Seiten stehen Gebäude. Zwei von ihnen, eine Backscheune und eine Landwerkstatt, sind ansehnlich hergerichtet, zwei weitere allerdings, die eigentliche Mühle und ein Wohn- und Speicherhaus, sind in einem beklagenswerten Zustand. Rainer Faulhaber, Vorsitzender des Ortsvereins Wegefarth, dem die Häuser und das Gelände seit 2006 gehören besieht sich die stark heruntergekommenen Gebäude und ist optimistisch. "Mit der Backscheune und der Werkstatt wurde ja schon viel erreicht", sagt er. Nun wartet man noch auf einen beantragten Förderbescheid und die Arbeiten an der Mühle können beginnen. Den notwendigen Eigenanteil hat der Verein mittlerweile angespart. Der älteste Nachweis für die Mühle stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Vermutlich ist sie aber älter. So, wie sie jetzt dasteht wurde sie allerdings 1895 errichtet, nachdem ein Brand fast alles zerstört hatte. Angetrieben wurden die Mühlsteine durch ein Wasserrad, welches von der Striegis, die gleich nebenbei fließt in Bewegung gesetzt wurde. "Das Rad existiert seit den 1950er Jahren nicht mehr", so Faulhaber. Ein Grundstock für die Neuanschaffung eines Mühlenrades wurde am Donnerstag dieser Woche gelegt. Der Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen hatte kürzlich zu einem Fest aus Anlass seines 40. Geburtstages geladen. Seine Gäste bat er nicht um ein Geschenk, sondern um eine Geldspende für die Mühle in Wegefarth. Den zusammengekommenen Betrag rundete er auf und so konnte er 2.000 Euro an Rainer Faulhaber und den Ortsverein für die künftige Anschaffung des Wasserrades übergeben. Stück für Stück erwacht so die alte Mühle zu neuem Leben.