Wehr schlägt Alarm: Helfer in der Not werden knapp

Retter Freiwillige Feuerwehr in Freiberg sucht weitere Mitstreiter

wehr-schlaegt-alarm-helfer-in-der-not-werden-knapp
Gerd Bellmann, Ortswehrleiter von Zug, ruft dazu auf, bei der Feuerwehr dabei zu sein. Foto: Wieland Josch

Freiberg/Zug. Nur da wo es Helfer gibt, kann man auch Hilfe erwarten. Dieser Satz ist seit kurzem für jeden am Kreisverkehr im Freiberger Stadtteil Zug lesbar. Ein großes Plakat wurde dort nämlich aufgestellt, um darauf hinzuweisen, dass der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr so allmählich die Kameraden knapp werden.

12 Kameraden sind zu wenig

16 waren es noch vor einem Jahr. Doch zog einer mittlerweile weg und ein anderer musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Nun sind 14 aktive Kameraden im Vergleich mit anderen Wehren nicht so schlecht, doch kündigen sich für 2018 schon zwei weitere Abgänge an, zudem ist der Altersdurchschnitt etwas hoch. Ortswehrleiter Gerd Bellmann sieht die Gefahr, dass über kurz oder lang die Einsatzbereitschaft nicht mehr zu gewährleisten ist. "Es fehlt uns definitiv an Nachwuchs", sagt er.

Freiberg unterstützt die Suche nach neuen Freiwilligen

"Deshalb haben wir nun zu dem Mittel der Werbetafel gegriffen." Schon vorher ist man keineswegs untätig gewesen. Die Stadtverwaltung Freiberg half etwa dabei, junge Frauen und Männer anzuschreiben und um Mitarbeit zu bitten, doch blieb die Resonanz fast bei Null. Der Ortschaftsrat finanzierte daraufhin einen Werbeflyer, der bei allen Gelegenheiten verteilt wird. Auch im Internet wurde man mit Videoclips aktiv. Doch direkt angesprochen fühlte sich kaum jemand. Dabei sind die Kameraden nicht nur unverzichtbar was Hilfe in der Not anbelangt. Auch das soziale Gefüge wird durch sie enorm gestärkt.

Ganz abgesehen davon, dass jeden, der mitmachen will, eine spannende und lohnende Aufgabe erwartet. Unter 03731/798850 oder überinfo@ffw-zug.de gibt es nähere Informationen.