Weichen für Rückkauf gestellt

Planung Freiberg holt Städtische Wohnungsgesellschaft zurück

Es ist ein kleiner Paukenschlag zum Ende des Jahres, den die Stadtverwaltung bekannt gegeben hat. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg (SWG) soll, wie es ihr Name schon sagt, wieder städtisch werden. Darüber haben sich Sybille Wegerich, Vorstandsvorsitzende der Darmstädter Bauverein AG, Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger und Tom-Hendrik Runge, Geschäftsführer der SWG, verständigt und unter Vorbehalt eine Absichtserklärung unterzeichnet, welcher noch durch verschiedene Gremien zugestimmt werden muss. Diese Erklärung sieht den Rückkauf der Gesellschafteranteile der SWG und ihrer Schwestergesellschaft BVD Immobilien vor, welche derzeit noch im Besitz der Darmstädter Bauverein AG sind. Der Rückerwerb wird dann möglich, wenn sowohl der Darmstädter als auch der Freiberger Stadtrat zustimmen. Der Aufsichtsrat der Bauverein AG gab bereits am 18. Dezember grünes Licht. Am 7. Januar folgt nun die entscheidende Sitzung des Darmstädter Stadtrates. Dann können die 49 Prozent Anteile zurück nach Freiberg wechseln. "Wir arbeiten an diesem Thema schon sehr lange", sagt dazu Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger. Nach einigen Unterbrechungen der Verhandlungen, bedingt beispielsweise durch die Wahlen in Freiberg, nahm man im September den Faden wieder auf und einigte sich bald. Zwischen 27 und 29 Millionen Euro liegt die Kaufsumme. Für die Finanzierung gäbe es ein Modell, welches noch vorgestellt werde. "Wir kriegen das hin", so Krüger. Schon der Rückkauf der Stadtwerke sei sehr erfolgreich gewesen. Die Situation ist jetzt besonders günstig. "Wir haben damit vor allem die Stadtentwicklung im Fokus", sagt Sven Krüger. "Ist die SWG wieder städtisch, können wir diese endlich richtig vorantreiben."