Weihnachtsausstellung wird zur Zeitreise

Ausstellung Miniaturwelten erzählen mit Detailtreue eine Geschichte des Wohnens

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Drei Wochen ihres Urlaubs hat Karin Neubauer für den Aufbau ihrer Miniaturenwelt im Oederaner Museum aufgespart. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Am kommenden Samstag wird die diesjährige Weihnachtsausstellung in der Galerie des Museums eröffnet. Es dürfte die Schau werden, für deren Aufbau die Aussteller am längsten brauchten und womöglich jene, die am akribischsten vorbereitet wurde.

Jedes Objekt auf Reisetauglichkeit geprüft

"Ich beschäftige mich seit zwei Jahren damit, seit ich weiß, dass die Ausstellung in Oederan stattfinden wird", sagt Karin Neubauer. Alle Objekte wurden vermessen und auf Reisetauglichkeit geprüft, Fotos zeigen, wo welches der Tausende Einzelteile in welcher Szene zu stehen hat.

Zu sehen sind Alltagsszenen im Miniaturmaßstab wie Wohnungseinrichtungen aus verschiedenen Epochen in Form von einzelnen Puppenstuben und Puppenhäusern, Kaufmannsläden und Verkaufsständen, Szenen auf dem Spielplatz, im Urlaub und bei Festlichkeiten wie Weihnachten und Ostern. Und über jede dieser Szenen kann Karin Neubauer eine spannende Geschichte erzählen.

Vernissage am 25. November

"Die Sammlung wird erstmalig in dieser Gesamtheit gezeigt. Alle Ausstellungsstücke wurden neu gestaltet. Neben dem Sammeln von Puppenstubenzubehör macht den eigentlichen Reiz unseres Hobbys die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten aus", so die Chemnitzerin.

Spätestens hier kommt Andreas Schmutzler ins Spiel, der viele der Einrichtungsgegenstände gebaut hat, damit die jeweilige Szene genau so ist, wie es sich die beiden Sammler und Bastler vorstellen. Fundstücke vom Trödelmarkt und Eigenbau ergänzen sich so kongenial, wie das Paar in ihrem Hobby.

Playmobil-Szenen sind selbst kreiert

Der Besuch der Ausstellung entwickelt sich zu einer Zeitreise: angefangen von einem Schloss und einer Rauchfangküche um 1800 über Küchen, Wohn- und Schlafräume des vergangenen Jahrhunderts bis hin zu Playmobil-Szenen aus der heutigen Zeit.

Auch die Playmobil-Szenen stammen nicht aus dem Katalog, sondern nach langen Sammeln individuell gestaltet worden. Dabei half nicht zuletzt Tochter Denise, die vom Bastel- und Sammelvirus der Mama angesteckt wurde. Die Ausstellung wird am 25. November, 15 Uhr, mit einer Vernissage eröffnet.