Weihnachtsmännern die Schau gestohlen

Aktion Am Samstag wurde der Claußnitzer Bürgermeister in den verdienten Ruhestand verabschiedet

Claußnitz. 

Claußnitz. Sonst steh'n die beiden Weihnachtsmänner von Claußnitz - ein Novum in der Region - immer im Mittelpunkt, wenn sie auf dem Weihnachtsmarkt von Claußnitz auftauchen. Doch diesmal drehte sich für einige Minuten erst einmal alles um einen anderen: den (Noch-)Bürgermeister von Claußnitz Günter Hermsdorf. Der hatte nämlich just an diesem Samstag nach 28 Jahren Amtszeit seinen letzten offiziellen Arbeitstag als Bürgermeister. Dafür hatten sich die Claußnitzer als Dankeschön etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Kameradinnen und Kameraden der vier Wehren der Gemeinde aus Claußnitz, Diethensdorf, Markersdorf und Röllingshain fuhren mit ihren Fahrzeugen sternförmig zum Anger und schalteten dort ihre Sirenen ein. Das sorgte kurzzeitig für einen Höllenlärm, bei dem sich manche instinktiv die Ohren zuhielten. Neben den Ortsfeuerwehren waren die Gemeinderatsmitglieder die Mitorganisatoren dieser schönen Aktion. "Ihr seid ja verrückt", entfuhr es spontan dem (Noch-)Bürgermeister, ob der zahlreichen Geschenke und Glückwünsche. Viele nutzten gleich die Gelegenheit, um Hermsdorf für seine geleistete Arbeit zu danken und für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Die offizielle Verabschiedung hatte es bereits am 22. November im Jugend- und Gemeindezentrum des Ortes gegeben. Neuer Amtsinhaber ist in Claußnitz seit dem 1. Dezember Andreas Heinig (Freie Wähler). Aber Weihnachtliches gab es auf dem Weihnachtsmarkt natürlich auch. Insbesondere die Grundschule und das Gotteshaus von Claußnitz standen dabei wieder im Fokus: Während in der Grundschule das Schülercafé und das Weihnachtsbastelzimmer wieder besondere Anziehungspunkte waren, gab es in der Kirche zwei große Nachmittags-Konzerte - am Samstag das Adventskonzert der Musikschule Mittelsachsen und am Sonntag das gemeinsame Singen.

Dazu fanden sich wieder hunderte Musikbegeisterte in der Kirche von Claußnitz ein, um der festlichen Adventsmusik zu lauschen und am Sonntag bei Weihnachtsliedern auch wieder selbst mitzusingen.