Weihnachtsmann spielt viele Rollen

Advent Jetzt warten die Kinder in Lichtenwalde auf den guten Alten

Jetzt, in der Vorweihnachtszeit bestimmt er das Bild allüberall: der Weihnachtsmann. Wenn man in unserer Region an den Adventswochenenden unterwegs ist, kann man ihn in vielerlei Gestalt antreffen. Aber immer kommt er zur Freude der Kinder, und auch den Erwachsenen zaubert er ein Lächeln ins Gesicht.

Aus der Weihnachtsgeschichte, die vor über 2.000 Jahren geschrieben wurde, ist kein Weihnachtsmann überliefert. Er wurde erst vor Jahrzehnten erfunden, von einer Firma namens Coca Cola. Seitdem hat er die Welt erobert. Und natürlich auch Niederwiesa. Mit dem Ponygespann von Gundolf Thiele kam er am Sonntag beim Pyramidenfest zum Rathausvorplatz gefahren, um bald darauf von den Menschen so eingekeilt zu sein, dass er kaum noch die Geschenke aus dem Sack hervorholen konnte. Die gute Nachricht: Er hat überlebt.

Denn der Weihnachtsmann, der mit bürgerlichem Namen Rolf Pönicke heißt und in Lichtenwalde zuhause ist, ist auch als Bauer Bendix im Restaurant "Schwalbennest" unterwegs, ebenso wie als Väterchen Frost oder als Hirte. Vor allem aber macht er seit Jahren das Zschopautal als Ritter Harras unsicher. Als solcher trägt er eine Rüstung und hat überhaupt ein dickes Fell, wenn er "in ureigner Art, deftig und derb, durch das Leben im Mittelalter des 15. Jahrhunderts führt", wie er es selbst beschreibt. Ihn wirft so schnell nichts um - eine Eigenschaft, die ihm auch als Weihnachtsmann zugutekommt.

Den Weihnachtsmann wiedertreffen kann man am Wochenende zum Nikolausmarkt in Lichtenwalde. Am Samstag bieten Händler und Handwerker auf der Schloßallee von 14 bis 20 Uhr ihre Waren an, am Sonntag hat der Markt von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Neben dem Programm auf der Bühne werden am Samstag 17 Uhr und am Sonntag 14.30 Uhr etwa 30 Minuten lange Orgelkonzerte in der Kapelle des Schlosses angeboten.