Weitere Euro-Millionen für Mittweida

Massnahme Für den Bau der neuen Stadtbibliothek gibt's vom Freistaat Sachsen eine kräftige Finanzspritze

Mittweida/Sachsen. 

Mittweida/Sachsen. Zur weiteren Aufwertung des Stadtquartiers "Schwanenteich bis Goethehain" hat kürzlich Thomas Rechentin, Amtschef für Kommunales sowie Bau- und Wohnungswesen im Sächsischen Staatsministerium des Innern, einen Zuwendungsbescheid aus dem Programm "Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE 2014 bis 2010" in Höhe von 5,1 Millionen Euro für das Stadtentwicklungsprojekt "Stadtbibliothek Technikumplatz 1 a" an Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) übergeben.

Moderne Bibliothek soll im ehemaligen Konzerthaus erstrahlen

Die geplanten Gesamtkosten liegen bei etwa 6,3 Millionen Euro. Mit anwesend waren auch die Lokalpolitikerinnen Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (SPD) und Landtagsabgeordnete Iris Firmenich (CDU) sowie Jörg Höllmüller, zweiter Beigeordneter des Landrats. Rechentin sagte anlässlich der Übergabe: "Ich freue mich sehr, dass diese Mittel dazu beitragen werden, das Quartier schöner und lebenswerter zu gestalten. Indem ein verfallenes, kulturhistorisch wertvolles Gebäude wie das ehemalige Konzert- und Ballhaus in eine moderne Bibliothek umgewandelt wird, wertet das zum einen das betreffende Stadtgebiet erheblich auf und verbessert gleichzeitig auch nachhaltig das bildungsorientierte und kulturelle Angebot in ganz Mittweida." Mit diesen Mitteln wird der Bau der neuen Stadtbibliothek auf einer Gesamtfläche von 820 Quadratmetern in alten Mauern finanziert, der bereits im ersten Quartal 2020 beginnen soll.

Fertigstellung soll Ende 2021 erfolgen

"Ende 2021 soll die neue Stadtbibliothek fertig sein", sagte Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber zur Terminplanung dieses Millionen-Projektes. Wenn es nach ihm geht, soll die neue Bibliothek nach Schriftsteller Erich Loest (1926 bis 2013; unter anderem "Nikolaikirche") benannt werden, der gebürtiger Mittweidaer war. Das neue Domizil der Stadtbibliothek im ehemaligen Hotel Stadt Chemnitz soll auch ein Ort der Begegnung sein, Räume für Veranstaltungen sowie ein Lesecafé bieten. Das marode, lange leer stehende Gebäude beherbergte zwischen 1985 und 1993 eine Disko- und danach eine Spaghetti-Bar. Seit 1993 war es wieder ungenutzt.