Weitere Stämme für den Pilzlehrpfad

Erlebnis Beimpftes Holz soll in Herrenhaide bald für Pilze sorgen

Dass Freunde von Fauna und Flora in der Naturschutzstation Herrenhaide bei den Mitgliedern der Nabu-Regionalgruppe Burgstädt auf ihre Kosten kommen, hat sich inzwischen herum gesprochen. Im rund 3,5 Hektar großen Terrain gibt es ständig viel zu erleben. Schwarzteich, Bienen, Schmetterlinge und Teufelsabbiss-Wiese sind nur einige Schlagwörter. Auch die Welt der Pilze hat jetzt hier sichtbar Einzug gehalten: Seit dem vergangenen Jahr arbeitet Pilzberater Wolfgang Friese an einem Pilzlehrpfad. Und der erhielt erst kürzlich wieder Zuwachs durch mehrere Stämme, die zum Durchwachsen mit Pilzmyzel in einer Pilz-Miete seit dem Frühjahr eingelagert waren. Inzwischen gehören 37 mit dem Myzel von fünf verschiedenen Pilzarten beimpfte Stammstücken zum potenziellen Pilz-Bestand der Naturschutzstation am im Aufbau befindlichen Pilzlehrpfad. "Die Austernseitlinge könnten schon in einigen Wochen gewachsen sein", hofft Friese. Neben Austernseitlingen stehen am Pilzlehrpfad auch beimpfte Stämme mit Stockschwämmchen, Igel-Stachelbart, Samtfußrübling und Graublättrigem Schwefelkopf. Für die Austernseitlinge und die Stockschwämmchen wurde Birke, für die Samtfußrüblings-Myzelien Weiden und für den Graublättrigen Schwefelkopf Fichte als Holz für die Dübelbrut verwendet. Diese mit dem jeweiligen Myzel beimpften Dübel sehen aus wie normale Möbeldübel. Sie werden durch einfaches Einschlagen in entsprechend vorgebohrte Löcher ins Holz befördert. Dass hier bald erste, größere Pilzkulturen am Pfad zu sehen sind, hofft nicht nur Pilzexperte Wolfgang Friese.