Welterbe wandelt auf Humboldts Spuren

Verleihung Bergparade und Zapfenstreich zur Doppelfeier

Freiberg. 

Freiberg. Die Freude über den Welterbetitel für die Montanregion Erzgebirge war riesengroß und an vielen Orten wurde die Vergabe, die vor einigen Wochen im aserbaidschanischen Baku verkündet wurde, gefeiert. Nun steht der eigentliche Höhepunkt an, und er wird in Freiberg gefeiert, wenn am Samstag, dem 14. September, die Urkunde mit dem Welterbetitel offiziell übergeben wird. Dieser Akt fällt auf das Glücklichste zusammen mit einem Jubiläum, welches an diesem Tag ebenfalls in der Silberstadt begangen wird. Es jährt sich nämlich exakt der 250. Geburtstag des wohl berühmtesten Absolventen der heutigen TU Bergakademie, Alexander von Humboldt.

Auf den Spuren von Alexander von Humboldt

Der Preuße brachte hier den finalen Teil seiner akademischen Ausbildung hinter sich, nahm Unterricht beim berühmten Abraham Gottlob Werner und lebte bei Johann Carl Freiesleben, mit dem ihn von da an eine lebenslange Freundschaft verband. Mit einer Bergparade wird des Jubiläums an diesem Tag gedacht. Sie nimmt um 17 Uhr mit einem Gedenken am Humboldt-Denkmal auf dem Humboldt-Platz ihren Anfang und führt durch die Altstadt. Zunächst zur Alten Mensa.

"Hier nahm ich 1828 Unterkunft bei meinem letzten Aufenthalt in Freiberg", sagt Thomas Schmalz, der die Rolle des Humboldt bei der Parade übernimmt. Über den Obermarkt geht es zur Akademiestraße. Hier kommt Abraham Gottlob Werner hinzu, dargestellt von Uwe Nitschke. Schließlich marschiert auch noch Herr von Freiesleben mit und im Schlosshof gibt es eine Aufwartung. Der große Bergmännische Zapfenstreich zur Übergabe der Urkunde erfolgt um 21 Uhr auf dem Obermarkt.

Zu den Feierlichkeiten hinzu kommt um 19 Uhr ein Konzert in der Nikolaikirche. Das Ensemble Seconda Pratica wandelt geografisch auf Humboldts Spuren und präsentiert Barockmusik aus Latein- und Südamerika.