Welterbe zum Anfassen: Neues Kunstwerk in der Silberstadt enthüllt

Vertreter aus Erzgebirge und Harz tauschen sich aus: Eine neue Fassadenmalerei bringt Bergbaugeschichte ins Stadtbild

Freiberg

Montag, der 19. Mai, stand in Freiberg ganz im Zeichen des Unesco-Welterbes "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří". Zwei Ereignisse setzten dabei deutliche Akzente - eines im Dialog, das andere im Stadtbild.

Austausch über Grenzen hinweg

Am Vormittag kamen Vertreterinnen und Vertreter der Welterbe-Initiativen aus dem Erzgebirge und dem Harz zu einem Austausch zusammen. Im Fokus standen gemeinsame Strategien zur Bewahrung des kulturellen Erbes, zur Vermittlung bergbaulicher Geschichte sowie zur nachhaltigen touristischen und regionalen Entwicklung. Die zunehmende Bedeutung der Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg wurde dabei ebenso betont wie die Rolle von Bildung und regionalem Stolz.

Kunst als Bekenntnis zum Erbe

Am Nachmittag folgte ein sichtbares Zeichen für das lebendige Welterbe: An der Olbernhauer Straße 31 in Freiberg wurde eine neue, künstlerisch gestaltete Fassade mit starkem Welterbe-Bezug vorgestellt. Das bergbautypische Motiv wurde vom Fassadenmaler Alexander Mehlhorn aus Schneeberg/Erzgebirge geschaffen. Der Künstler setzt in seinem Werk auf kräftige Symbolik und detailreiche Gestaltung, die die Geschichte des Freiberger Bergbaus aufgreift und sichtbar in die Gegenwart holt.

Gefördert wurde das Projekt über den Kleinprojektefonds des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V., der seit 2020 rund 400 kleinere Vorhaben mit über einer Million Euro unterstützt hat. Zur symbolischen Übergabe der Förderung trafen sich Vertreter der SWG Freiberg, der Stadtbau GmbH Pro sowie Steve Ittershagen vom Welterbeverein.

Freiberg zeigt stolz sein Welterbe

Das Gebäude liegt gut sichtbar an der Einfahrtsstraße aus Richtung Erzgebirge - ein markantes Willkommenszeichen für Zugreisende und Gäste, das deutlich macht: Freiberg steht zum Welterbe.

Der Tag verdeutlichte eindrucksvoll: Das Welterbe lebt - im regionalen Austausch, im gemeinsamen Engagement und in der Kunst, die Geschichte sichtbar macht.

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