Wenn der Hubschrauber landet

Luftrettung Jede Sekunde zählt, wenn es um ein Menschenleben geht

Ist ein Rettungshubschrauber im Anflug, zählt jede Sekunde, um Menschen zu retten. Wichtig ist es daher, die Landung nicht zu behindern. Die Helfer aus der Luft haben eine Sonderlandegenehmigung, um besonders nahe an einen Unfall- oder Notfallort heranzukommen. Sie können daher unter anderem auf privatem Gelände landen.

Landet ein Hubschrauber, sollte ausreichend Sicherheitsabstand gewahrt werden. Der ADAC empfiehlt 50 Meter. Beim Anflug wirbelt ein Hubschrauber Luft und damit lose Gegenstände auf. Durch den starken Abwind entsteht unter dem Hubschrauber ein Wind in Orkanstärke. Es gilt also immer Abstand zu halten, lose Gegenstände wie Mützen, Schals oder Brillen festzuhalten und die Augen vor aufwirbelndem Sand und Gräsern zu schützen. Wenn es geht, sollte die Landefläche von Hindernissen, etwa herumliegenden verstreuten Gegenständen, befreit werden, weil sie die Landung gefährden.Oft starten oder landen Hubschrauber gegen die Windrichtung. Das heißt, ein Hubschrauber kann auch rückwärts abhebend aufsteigen.

Auch hier sind mindestens 50 Meter Abstand einzuhalten. Das gilt auch beim Auslaufen der Rotoren, was etwa zwei Minuten dauert. Gerade dann werden die Höhe des Rotors und die Breite der Rotorblätter unterschätzt.

Autos und Passanten müssen in dieser Zeit in angemessenem Abstand bis zum Stillstand des Rotors warten. Auch Rettungsdienste und andere Fahrzeuge dürfen nicht bis an den Hubschrauber heranfahren. Erst, wenn die Rotorblätter still stehen, darf man sich dem Hubschrauber nähern - und dies nur von vorne mit Blickkontakt zum Piloten. ampnet/jri