Wer kennt noch Paul Jäckel?

Abrissarbeiten Limbacher bedauern verschwundene Gebäude

Der Zahn der Zeit hat seine Spuren an einigen Gebäuden der Stadt hinterlassen. Manchmal sind die Schäden so stark, dass ein Erhalt auch optisch beeindruckender Gebäude nicht mehr möglich ist. Ein Beispiel dafür war das rote Klinkergebäude Straße des Friedens 20, dass zumindest mit seiner Fassade nicht verriet, wie schlecht der Zustand war. Nach langer Notsicherung ist es nun aus dem Stadtbild verschwunden, was vor allem viele Senioren sehr bedauern: "Ältere Limbacher können sich vielleicht noch an Ofensetzer Paul Jäckel erinnern, der dort seine Geschäftsräume hatte", meint Magdalene Wendler. "Im Parterre des Nebenhauses wiederum war ein stadtbekannter Uhrmacher zu finden." Die über Neunzigjährige kann sich noch an die beiden großen Schaufenster Jäckels erinnern, ebenso wie an den benachbarten Dachdecker Köhler oder an Nähmaschinen Jähnig. "Bis vor wenigen Jahren war ich viel mit dem Auto unterwegs, heute leider nur noch selten. Wenn wir dann so durch die Stadt fahren, erkennt man manche Ecken kaum wieder - wie zum Beispiel am Dürerplatz." Der Klinkerbau gehörte einer großen Erbengemeinschaft, der Freistaat war zuletzt Miteigentümer.