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Wer kommt, wird gefördert

Unterversorgung Ärztemangel bleibt große Herausforderung

Die ärztliche Unterversorgung auf dem Land bleibt auch im Landkreis Mittelsachsen in absehbarer Zeit eine ernsthafte Herausforderung. Aufgrund der sich verändernden Altersstruktur in der Region, droht im gesamten Freistaat ein akuter Ärztemangel, warnt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen. "Die Haus- und Facharztsuche kann schon bald zum Problem für die Patienten werden, wenn ansässige Ärzte in den Altersruhestand wechseln", teilte ein Sprecher der KV mit. Laut der Vereinigung sei es im August in der Region Reichenbach im Vogtland erstmals in Sachsen zu einer konkreten Unterversorgung gekommen. Dies bedeute, dass der allgemeine, bedarfsgerechte Versorgungsgrad um mindestens ein Viertel unterschritten wurde. Doch auch in der Region Mittweida ist die ärztliche Versorgung teilweise problematisch. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gibt es im Planungsbereich 13,5 freie Hausarztstellen, in den Planungsbereichen Freiberg 12,5 und in Döbeln 6,5. Mit einem Versorgungsgrad von knapp 86 Prozent steht der Bereich Mittweida damit in Mittelsachsen am schlechtesten da, gefolgt von Döbeln und Freiberg mit jeweils 95 Prozent. Im fachärztlichen Bereich sieht es nicht ganz so dramatisch aus. Dennoch fehlen auch in Mittweida eine Augenarzt- und eine Hautarztstelle. Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, initiierte die KV bereits im April ein Förderprogramm. Demnach erklärte die KV einige Regionen zu Förderregionen und schafft finanzielle Anreize für die Neuansiedlung von Hausärzten.



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