Wettiner Grablege darf bestaunt werden

Einladung Erste Veranstaltung des Jahres in der Reihe "Dom & Klang"

Freiberg. 

Freiberg. Vor 425 Jahren, im Jahre 1594, wurde die Umgestaltung des hohen Chores unter der Leitung des Architekten Giovanni Maria Nosseni (1544-1620) im Freiberger Dom vollendet. Zu Ehren von neun wettinischen Landesfürsten entstand ein unvergleichliches Ensemble aus prächtiger Wandepitapharchitektur mit plastischer Ausgestaltung des gotischen Rippengewölbes, die das Thema der Wiedergeburt Christi zeigt. Die erste Veranstaltung des Jahres aus der Reihe Dom und Klang am Samstag, dem 4. Mai, um 17.30 Uhr widmet sich aus diesem Anlass der Entstehungsgeschichte der Wettiner Grablege, wie sie heute noch zu erleben ist und führt die Besucher in die Regierungszeit Christian I., dem kunstliebende Nachfolger des Kurfürsten August, zurück, der Nosseni mit der Umgestaltung der Grablege beauftragte.

Entstanden ist die einzigartige und im europäischen Maßstab in einer Reihe mit der Hofkirche in Innsbruck und dem Escorial in Madrid zu nennende Grablege im Freiberger Dom. Ergänzt wird die Kunstbetrachtung zur Grablege durch Musik von Thomas Friedlaender auf historischen Blas- und Schlaginstrumenten. Auch die Instrumente stehen in engem Bezug zur Grablege, da in zwölf Metern Höhe auf den Hauptsimsen 34 Engel mit zum Teil original spielbaren Instrumenten stehen. Heinrich der Fromme bestimmte durch sein Testament von 1537 den hohen Chor als seine Begräbnisstätte.

Er wurde 1541 als Erster bestattet. Nachfolgend wurden neun sächsische Fürsten und deren Verwandte im Chor des Freiberger Doms beigesetzt. 1553 sein erst 32-jähriger Sohn Moritz von Sachsen, der erste Kurfürst der albertinischen Linie. Zum Ruhme von Moritz entstand in zehn Jahren Bauzeit ein gewaltiges Monument. Karten sind für acht, ermäßigt sechs Euro im Domladen erhältlich.