Wie funktioniert das Schmiedehandwerk?

Handwerk Thomas Koch begrüßt Besucher am Burgstädter Schmiedefeuer

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Thomas Koch (r.) mit seinen Lehrling Jakob Ophüls beim Schmieden. Foto: Andrea Funke

Burgstädt. Thomas Koch öffnete seine Werkstatt anlässlich der Europäischen Tage des Kunsthandwerks. Er ist mit Teilnehmer dieser Aktion an der sich die Handwerkskammer Chemnitz zum ersten Mal beteiligt. "Mir liegt die Erhaltung historischer Dinge sehr am Herzen", erklärt der Handwerksmeister, der sich auch deshalb zum geprüften Restaurator im Metallbauerhandwerk qualifizierte.

Tore, Geländer und viel mehr

Das Schmiedefeuer lodert fast täglich in der alten Schmiede, die vermutlich schon vor 1850 in Burgstädt existierte und seit 1994 von Thomas Koch betrieben wird. Mit gezielten Hammerschlägen wird glühendes Eisen geformt und es entstehen handfeste Dinge wie kunstvolle geschmiedete Tore, frei gestaltete Gitter, zierende Treppengeländer aber auch Turmkreuze nach historischen Vorgaben wie zum Beispiel in den Kirchen Penig und Burgstädt. Gleichfalls fertigt Thomas Koch mit seinem Auszubildenden und Gesellen unter anderem dekorative handgeschmiedete Pflanzstäbe für den Garten.

Schmiedehandwerk ist vielfältig

"Wir wollen zeigen wie wir arbeiten, und wie viele Schritte nötig sind bis das Produkt fertig ist. Damit möchten wir eine Lanze für das Handwerk in der Region brechen. Deshalb arbeitet meine Firma eng und vertrauensvoll mit unseren Kunden zusammen und fertigt nach individuellen Vorstellungen", berichtet der Metallbaumeister, der sich in zahlreichen Lehrgängen das Ornament- und Werkzeugschmieden, das Kupfertreiben sowie das Zeichnen, Entwerfen und Gestalten angeeignet hat.

Sein Lehrling lernt bei ihm Metallbauer mit Spezialisierung Metallgestalter. Die Initiative zu den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks ging 2002 vom französischen Ministerium für Handwerk aus. Während der drei Tage öffnen europaweit handwerkliche, kunsthandwerkliche und gestaltende Unternehmen ihre Werkstätten und Ateliers für das breite Publikum.