Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk?

Exkursion Bildungsverein macht mit Schülern Ausflug nach Kriebstein

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Im alten Wasserkraftwerk zogen besonders die alten Turbinen das Interesse der Schüler auf sich. Staumeister Jörg Kupsch hatte eine Menge zu erklären. Foto: Andrea Funke

Kriebstein. Wie wird aus Wasserkraft Strom? Was leisten die Turbinen und welche Veränderungen soll es am Kriebsteiner Wasserkraftwerk der Karl-Gruppe geben? Diese und viele andere Fragen wurden der Besuchergruppe des Frankenberger Bildungsvereins vor kurzem beantwortet. 15 Mädchen und Jungen aus dem Gymnasium und dem Gemeinschaftswerk verfolgten die Ausführungen von Staumeister Jörg Kupsch, der ihnen Einblicke in das neue und alte Kraftwerk, den Grundablass sowie die Staumauer gewährte.

Seit 1030 wird die Wasserkraft der Zschopau genutzt

"Ein Ziel unseres Fördervereins für Kitas und Schulen aus Frankenberg ist die Förderung der qualifizierten Berufsorientierung der Schüler sowie die Werbung für die regionale Wirtschaft", erklärte Vizevereinschef Bernhard Krenbauer und war selbst begeistert vom Blick hinter die Kulissen. Während im neuen Kraftwerk, das 2010 von der Karl-Gruppe gebaut wurde, drei Turbinen Wasserkraft in Strom umwandeln und somit jährlich zirka 23 Millionen Kilowattstunden produzieren, sind im alten Kraftwerk nach einem vierjährigen Parallellauf 2014 die Schalter auf null gestellt wurden.

Schon seit 1930 wird die Wasserkraft der Zschopau genutzt. Innerhalb von zwei Jahren wurde die Staumauer damals aus Beton errichtet. Früher waren 15 Arbeiter in drei Schichten beschäftigt, seit der Modernisierung 1995 arbeiten noch drei Mann in der Anlage. Geplant ist ein neues Überlaufbecken zu errichten.

Tosbecken müsste erweitert werden

Außerdem müsste das vorhandene Tosbecken erweitert werden. Darin sammelt sich das Wasser und wird beruhigt in den Fluss zurückgegeben. Allerdings muss dafür das alte Wasserwerk weichen. Dieses steht aber unter Denkmalschutz wegen seiner freitragenden Stahlbetondecke. "Die Anträge sind eingereicht, aber es gibt noch keine Aussage über den Fortgang", berichtet der Staumeister und erlaubt den Rundgang entlang der alten Turbinen von 1928.

Die alte Technik begeisterte die jungen Besucher. Auch die Informationen über die 21 Meter hohe Staumauer und der Blick über den Stausee aus dieser Perspektive waren sehr interessant.