Wie neu: 200 Jahre alte Stützmauer

Arbeiten Historische Mauer am Drei-Brüder-Schacht ist vollständig saniert worden

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Mit Freude bei der Arbeit: Daniel Hering, Dennis Braun und Gunter Dienel (v.l.) sanieren die Stützmauer am Drei-Brüder-Schacht. Foto: Wieland Josch

Freiberg/Zug. Es war ein Projekt, das dem Förderverein des Drei-Brüder-Schachtes schon sehr lange am Herzen lag und dessen Umsetzung immer dringlicher wurde. Die Stützmauer, welche den Bereich umschließt, auf dem die einstige Scheidebank steht, war stark in die Jahre gekommen. 1800 ist sie errichtet worden und die gut zwei Jahrhunderte hinterließen ihre Spuren. "Sie drohte einzufallen. Ein paar Teile waren auch schon ausgebrochen", erzählt Christian Tittel vom Vereinsvorstand.

Erster Teil war schon saniert

Schon im Jahr 2000 hatte man den vorderen Teil mit der Erzrolle, über die das in der Scheidebank gewonnene Erz, welches zunächst in einem Bunker gelagert wurde, auf Fuhrwerke zum Abtransport gelangte, sanieren können. "Für mehr hat es leider damals nicht gereicht", so Tittel. Umso glücklicher sei man, dass der Rest der Mauer jetzt instand gesetzt werden konnte. Am Freitag dieser Woche wurden die Arbeiten abgeschlossen. Bis es zur Sanierung kam war ein langer Weg durch die Behörden nötig.

Das gesamte Prozedere nahm etwa drei Jahre in Anspruch. "Allein hätte unser kleiner Verein das nicht finanzieren können", sagt Christian Tittel. Nach zweimaliger Bewertung der Förderfähigkeit durch das Landratsamt gab es schließlich grünes Licht. Keinen Augenblick zu spät, denn das Zeitfenster der ausführenden Firma Adam wurde immer kleiner. Ein möglicher Termin im Frühjahr war schon verstrichen, der nächste im Herbst in Gefahr. Schließlich klappte es doch noch, sogar noch im Sommer.

Auch die notwendige Vorfinanzierung der 80 Prozent Fördermittel des Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums konnte durch einen Zwischenkredit durch die Sächsische Aufbau Bank und die großzügige Hilfe der Saxonia-Freiberg-Stiftung gestemmt werden.