Wie sieht die Ausbildung der Zukunft aus?

Bildung Diskussionsrunde in Mittweida beleuchtete die Zukunft der Arbeit

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Prof. Dr. Jutta Rump bei ihrem Impulsvortrag zu Megatrends in der Arbeitswelt Foto: C.M.Brinkmann

Mittweida. Als Auftakt zu den kommenden drei regionalen Bildungsmessen im September fand am vergangenen Mittwoch im Zentrum für Medien und Soziale Arbeit in Mittweida eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema "Jugend verstehen - Vertrauen wagen" statt.

Im interdisziplinären Austausch sollten die Herausforderungen, Möglichkeiten und Erfahrungen bei der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte zur Sprache kommen. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes Fachkräfteallianz Mittelsachsen organisiert. Über 150 Interessierte aus den Bereichen Wirtschaft, Schule und Verwaltung beteiligten sich an dem Diskurs.

Junge Leute haben heute andere Möglichkeiten

Eine der Hauptrednerinnen des Tages war Jutta Rump, Professorin für Personalmanagement und Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen. Sie berichtete in ihrem Impulsvortrag über aktuelle Trends in der Arbeitswelt. So wüssten die kommenden Fachkräfte heute genau, dass sie als knappes Gut zählen und von den Arbeitgebern umworben werden. Die Jugendlichen kommen so in eine andere Verhandlungsposition gegenüber ihren Arbeitgebern.

Themen wie der familienfreundliche Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit würden dadurch offen zur Sprache gebracht. In einer immer dynamischeren und digitalisierten Welt wäre dies allerdings auch notwendig, so Rump. Junge Arbeitnehmer müssten damit rechnen 50 Jahre im Berufsleben zu stehen.

Der Arbeitsmarkt wird von Schülern oft falsch eingeschätzt

Nach den einleitenden Impulsvorträgen und Diskussion im Plenum gingen die Teilnehmer in kleinere Gesprächskreise. In den dort geführten Diskussionen zeigte sich, dass Jugendliche heute vor vielen Entscheidungen stehen und dabei häufig keine klaren Vorstellungen von den realen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Bereits in der Schule sollte daher mit einer Aufklärung zur Berufswahl begonnen werden. Eine weitere Möglichkeit der Förderung ist in der dualen Ausbildung zu sehen. Schon heute soll sie zur geringen Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland beitragen.