Windenergie erregt die Gemüter

Diskussion Mindestabstand zwischen Windpark und Anliegern stetiges Thema

Regional. Der Ausbau der Windenergie macht auch in Mittelsachsen nicht halt. Ein Gespräch zwischen Vertretern der Bürgerinitiative Kleinwaltersdorf, welche sich gegen das Errichten von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe ihres Dorfes wehren, dem Landesvorsitzenden des Landschaftschutz Sachsen Michael Eilenberger und der Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann im September diesen Jahres warf die Frage auf, ob ein Abstand von 1000 m zwischen Anlage und Wohngebiet ausreichend ist. "Diese Frage habe ich zum Anlass genommen, bei der Bundesregierung nachzufragen ob eine Erweiterung der Abstandsfläche notwendig sein könnte", so Bellmann. Die nun vorliegende Antwort dürfte nicht jedem gefallen. "Die Bundesregierung hält eine Regulierung über pauschale Mindestabstände zur Wohnbebauung für nicht zielführend", so Bellmann weiter. Damit sollen einerseits unter dem Aspekt des Flächenverbrauchs zu große Abstände vermieden und andererseits die Einhaltung der Immissionsrichtwerte der TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) gewährleistet werden. "Daraus ergibt sich ein großer Gestaltungsspielraum, der den Planungsverbänden, den Genehmigungsbehörden sowie den potenziellen Investoren gegeben ist", konstatiert Bellmann. Das dieser Spielraum weiterhin zu vielen Diskussionen führen wird, ist anzunehmen, da neben der Einwirkung von Geräuschen auch eine optisch bedrängte Wirkung hinsichtlich der bis 200 m hohen Anlagen entsteht. "Wir wollen, dass der Ausbau mit Augenmaß und vor allem nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden wird" bekräftigt Bellmann.