Winter hinterlässt seine Spuren

Bilanz Beräumung von Schnee und Eis kostete Landkreis 3,1 Millionen Euro

Der langanhaltende und zum Teil recht schneereiche Winter kam dieses Jahr vielen Kommunen teuer zu stehen. Der erneute Kälteeinbruch im März hatte manche Stadt und Gemeinde überrascht an den Rand ihren eingeplanten Budgets gebracht. Einige hatten das schon im Dezember des vergangenen Jahres überschritten. Die zusätzlichen Kosten, die unter anderem für die Nachbestellung von Salz anfielen, belaufen sich nach einer BLICK-Umfrage in gleich mehreren Kommunen im fünfstelligen Bereich. Im Vergleich dazu verzeichnet die mittelsächsische Landkreisbehörde für ihren Winterdienst einen finanziellen Aufwand, der in etwa der Größenordnung des Winters 2010/2011 entspricht. "Der Winterdienst hat uns bis jetzt schätzungsweise 3,1 Millionen gekostet", sagt der Behördensprecher André Kaiser auf Nachfrage. Seit dem Kälteeinbruch wurden unter Regie der sechs mittelsächsischen Straßenmeistereien rund 21.000 Tonnen Salz verbraucht, um die mehr als 1.600 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen eisfrei zu halten. Im Augenblick werden über 1.700 Tonnen Salz in den Meistereien gelagert. "Neues können wir sofort anfordern, sollte dies nötig sein", lässt Kaiser wissen. Der längste Winter seit 2008 hat allerdings nicht nur in den Kassen der Kommunen Spuren hinterlassen. Durch den Wechsel zwischen Frost und Tauwetter wurden auch Bundes, Staats- und Kreisstraßen in Mitleidenschaft gezogen. Die ersten Schäden wurden laut Kaiser bereits in den vergangenen Monaten bei Befahrungen erfasst. "Allerdings muss erst der Frost aus dem Boden raus, bevor wir konkret sagen können, wie hoch die Schäden sind", sagt Kaiser. Fakt ist: Sie bewegen sich mindestens in dem Maß, wie nach dem Winter 2010/11. Bei annähernd 40 Prozent reicht ein Flicken nicht aus.