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Winterferien an der Zither

Projekt Grundschüler in Bräunsdorf widmeten sich besonderem Zupfinstrument

Bräunsdorf. 

Premiere im Ferienprogramm der Grundschule Bräunsdorf: Unter dem Titel "Winterwerkstatt für Zupfinstrumente" bot Kerstin Hänsel, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Zithermusikbundes in dieser Woche vier Tage mit einem für Kinder eher ungewöhnlichen Instrument an - der Zither. "Sie hat oft ein verstaubtes Image und wird in die Schublade der Volksmusik gesteckt. Doch das wird ihr einfach nicht gerecht", so Kerstin Hänsel, die vor acht Jahren mit dem Spielen auf dem 42-saitigen Instrument begann.

An vier Tagen lernten die Grundschüler in Bräunsdorf in dieser Woche, wie die 29 Saiten der speziellen Kinderzithern geschlagen oder gezupft werden. Am Ende beherrschten sie Kanons und altbekannte Lieder wie "Summ summ summ" oder "Wann und wo". "Für Kinder ist es wichtig, im Verbund zu spielen. Sie lernen so schneller, besser und in der Gemeinschaft macht das Musizieren doppelt so viel Spaß", erklärte Kerstin Hänsel. Ihr Ansinnen sei es, die Zither aus der verstaubten Schublade der Volksmusik herauszuholen und zu zeigen, wie vielseitig das Instrument eigentlich ist. "Wir können damit moderne Popsongs, Jazz oder Blues spielen", sagte sie.

Kerstin Hänsel spielt im Landeszitherorchester Sachsen. Dieses Laienorchester hat 21 Mitglieder, die die verschiedensten Musikrichtungen auf der Zither einstudieren. "Es wäre schade, wenn es keiner mehr lernen will, weil es angeblich unpopulär ist", so Kerstin Hänsel. Ihr Wunsch sei es, in der Grundschule Bräunsdorf ein kleines Ensemble zu bilden, das die Kinder schon früh an das Instrument heranführt. "Ich finde die Zither toll und es macht Spaß, auf ihr zu spielen", sagte die achtjährige Svenja Adomeit in der Winterwerkstatt. Sie übe jeden Tag eine Viertelstunde, um später auch einmal in einem Orchester spielen zu können.