"Wir hoffen auf einen weiteren Deutschen"

Interview mit Teamchef Dirk Reißmann

Die Motorrennsport-Saison ist für die Piloten des ADAC Sachsen Leistungszentrum beendet worden. Wie schätzt Teamchef Dirk Reißmann das Rennsportjahr ein. Mit ihm sprach BLICK-Reporter Wolfgang Wirth.

Dirk, Sie haben im Frühjahr davon gesprochen, dass es eine recht erfolgreiche Saison werden könnte. Wie ist nun Ihr Fazit?

Bleiben wir erst einmal auf der nationalen Ebene. Hier konnten wir mit dem Luzenauer Freddie Heinrich in der Mini-Bike-Nachwuchsklasse den Deutschen Meister stellen und im Nachwuchsbereich war es der Nicolas Czyba aus Oelsnitz. Freddie gewann mit zehn Jahren acht seiner 18 Rennen. Nicolas (11) konnte immer unter die besten Zehn gelangen und holte sich als bester Deutscher den Titel. Hierzu gehört auch Marvin Siebdraht, der Siebter geworden ist - einmal siegte und mehrmals Zweiter werden konnte.

Und wie sah das international aus?

Joshua Bauer aus Limbach und der Hohenstein-Ernstthaler Paul Fröde waren die Saison über in der Spanischen Meisterschaft unterwegs. Der Vogtländer (12) in der Klasse (Challenge80) stand mehrfach auf dem Podium und fuhr am Wochenende noch einmal auf Platz zwei auf dem Circuito de Navarra. Paul (13) holte sich als 15. seinen ersten Meisterschaftspunkt, allerdings in der großen PreMoto3-Klasse.

Der Mini-Biker Nicolas Czyba war aber auch mit von der Partie?

Vor dem ziehe ich den Hut. Er knallte über die Grand-Prix-Strecke mit dem größeren Motorrad, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Hatte keine Probleme und wurde im ersten Rennen Zwölfter.

Also ein zufriedener Teamchef mit dem ADAC Leistungszentrum am Sachsenring?

Auf alle Fälle - ein toller Abschluss einer langen Saison. Danke an alle Partner, Sponsoren, Eltern, Freunde und Fans. Wichtig ist, dass wir gemeinsam die ausgezeichneten Ansätze bei unseren Jungs ausbauen, um eines Tages einen weiteren Deutschen in der Motorrad-WM zu sehen, der oft auch auf das Podium fährt.