Wo gibt es Verbesserungsbedarf in Freiberg?

Bürgerdialog Stadtoberhaupt redet mit Bewohnern der Bahnhofsvorstadt

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Oberbürgermeister Sven Krüger (M.) im Gespräch mit den Einwohnern der Bahnhofsvorstadt. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Nach seinem Amtsantritt 2015 hatte Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger angekündigt, in eine neue Form des Dialogs mit den Bürgern der Stadt einzutreten. Eine Plattform ist dabei die Sprechstunde, welche monatlich im Rathaus abgehalten wird. Die andere ist der direkte Kontakt vor Ort im Bürgerdialog. In der vergangenen Woche kam Krüger gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung in die Bahnhofsvorstadt.

Bauprojekte werden geplant

Und dass hier so manche Probleme den Menschen unter den Nägeln brennen, wurde schnell deutlich. Viel sei in den letzten Jahren schon gemacht worden, etwa die Sanierung der Buchstraße, sagte Sven Krüger. Und weitere Projekte sind geplant. So soll die Humboldtstraße ebenso grundhaft ausgebaut werden wie die Dammstraße.

Außerdem wird auf dem Gelände der ehemaligen Limonadenfabrik an der Berthelsdorfer Straße eine neue Kita gebaut", so Krüger. "Und eine weitere Kita am Hirtenplatz." Tolle Vorhaben, für die die Stadt auch ordentlich Geld in die Hand nimmt.

Manches lässt sich nicht sofort klären

Andere Dinge lassen sich nicht von jetzt auf gleich regeln. So wurde von den Bürgern die zunehmende Verschmutzung der Bergstiftsgasse Nr. 36 bis 40 zur Sprache gebracht. Die Häuser verfallen und daneben stapelt sich auf den Grundstücken der Müll. "Da müssen wir klarstellen, dass es sich um Privateigentum handelt, wo die Stadt leider nicht eingreifen kann", bedauerte Krüger, versprach aber, dass sich um den Müll gekümmert werde.

Auch die Schönlebestraße wurde aufgerufen. Hier ist der Straßenzustand mehr als schlecht und zudem wälzen sich Tag für Tag tausende Autos darüber, oftmals auch LKW. Die Lärmbelästigung ist groß. Die Straße werde bald saniert, gab der Oberbürgermeister bekannt, es bestehen schon Planungen. Den Lärm und die Frequenz könne aber nur eine Ortsumgehung minimieren.

"Doch da wissen wir, wie schlecht es aussieht", fügte er an. "Durch Klagen von Naturschützern ist allerfrühestens in fünf Jahren mit irgendetwas zu rechnen." Man werde aber prüfen, ob durch eine veränderte Ampelregelung die Durchfahrt unattraktiver gemacht werden könne.