Zeit der Bergparaden hat begonnen

Musik Tilo Nüßler schwingt den Taktstock

Erzgebirge. 

Bergparaden und Bergaufzüge gehören im Erzgebirge einfach dazu zur Vorweihnachtszeit. Es sind zahlreiche Termine, die der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine mit seinen Mitgliedsvereinen realisiert. Die Paraden werden entsprechend den Anforderungen der einzelnen Städte zusammengestellt. Der Oelsnitzer Tilo Nüßler, Vorsitzender des Bergmusikkorps "Glück Auf" Oelsnitz, hat als Bergmusikmeister bei drei Paraden den Hut für die musikalische Leitung auf. Oelsnitz und Aue sind bereits gelaufen, jetzt folgt am Samstag Stollberg. Dort beginnt die Bergparade 14 Uhr.

Tilo Nüßler, der seit 1990 Orchesterleiter ist, spricht von einer schönen Tradition: "Mit dem Bergmusikkorps sind wir bei insgesamt neun Bergparaden beteiligt." Man könnte denken, dass diese Terminvielfalt problematisch zu handeln ist. Doch weit gefehlt. "Das bereitet uns nicht so viel Stress wie Konzerte im Zelt oder in Konzertsälen. Bei den Bergparaden steigen wir aus dem Bus aus und jeder kennt seine Arbeit und weiß, was er zu tun hat. Da heißt es Instrument und Noten schnappen und dann geht es los. Man muss nur aufpassen, dass die richtigen Musiker dabei sind", schmunzelt Nüßler.

In der Vorweihnachtszeit tritt das Bergmusikkorps "Glück Auf" Oelsnitz in der Regel mit 50 Musikern auf. "Für mich persönlich ist Chemnitz immer am aufregendsten, weil dort die Saison der Bergparaden in der Weihnachtszeit beginnt und für die Musiker ist es immer ein Schritt aus dem Konzertbereich heraus hin zur Marschmusik", erzählt Nüßler.