Ziel: Schutz verbessern

Debatte Anwohner und Planer suchen nach Lösungen

Umfangreiche Baumaßnahmen, die in Zusammenhang mit Hochwasserschutz und -schadensbeseitigung stehen, werfen in Wernsdorf ihre Schatten voraus. Das Ziel: Dadurch soll auch die Gefahr vor einer Überschwemmung an der Muldenstraße reduziert werden. Ortsvorsteher Andreas Winkler (CDU) setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgern. "Wichtig ist momentan, dass wir gemeinsam am Ball bleiben", sagt Andreas Winkler (CDU). Das Hauptproblem in dem Glauchauer Ortsteil: Im Hochwasserfall kommt es zum Rückstau des Wernsdorfer Bachs und damit zu einer Überflutung der Grundstücke an der Muldenstraße.

Einen Vorschlag von Anwohnern, der auf den Prüfstand kommen soll. In der Nähe des Sportplatzes gibt es eine Leitung, um das Wasser aus dem Mülsengrund zum Stausee zu transportieren. Daneben habe sich - vermutlich bis in die 1970er-Jahre - auch ein Abfluss für den Wernsdorfer Bach befunden. Chancen ergeben sich auch bei der geplanten Sanierung der Muldenstraße. Sie soll wahrscheinlich 2017 auf Vordermann gebracht werden. Die finanziellen Mittel stellt der Freistaat zur Verfügung. "Vielleicht können wir damit auch die ersten Voraussetzungen für den künftigen Aufbau einer mobilen Schutzwand schaffen", schlägt Planer Holger Klier vor. Sein Ansatz: Bei der Beseitigung der Hochwasserschäden sollen die Hülsen für die Verankerung der Schutzwand eingebaut werden. Damit könnten in einem zweiten Schritt die mobilen Schutzwände angeschafft werden. Dabei mahnt Klier - nicht nur mit Blick auf die Lage in Wernsdorf - zu nachhaltigen Lösungen: "Wir dürfen einen Bach nicht vergewaltigen."