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Zu wenig Achtung für Vorstandsarbeit

Rückblick Gartenvorstand seit 20 Jahren aktiv

Bernd Teuber und Rainer Schultze sind so etwas wie "Urgesteine", wenn es um Vereinsführung geht. Als sie vor 20 Jahren die Leitung in der Limbach-Oberfrohnaer Gartensparte "Sommerlust" übernahmen, gab es folgende Gründe: "Unser damaliger Vorsitzender, der auch nur kommissarisch im Amt war, musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Rainer und ich hatten sehr viel Zeit und Mühe in unsere Gärten investiert und wollten uns deswegen auch für den Verein stark machen", so der Vorsitzende Teuber. Aktuell arbeiten acht Vorstandsmitglieder für rund 350 Mitglieder, die sich auf 182 Gärten verteilen. Dank der aufwändig gepflegten Homepage der Sparte sind auch kaum Gärten frei, nur: "Über die Hälfte unserer Mitglieder sind 60 Jahre oder älter", weiß Teuber. "Junge Familien sind oft beruflich stark eingespannt und sehen eine Gartennutzung ganz anders als unsere langjährigen Mitglieder." Im Vorstand hofft man, das solche Differenzen unter den Mitgliedern selbst geklärt werden, aber: "Ich bin bis zu 45 Stunden pro Monat für den Verein aktiv", erklärt der Vereinsvorsitzende. "Allein bei einer Gartenübergabe sind schnell zwei Stunden weg." Dass diese umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit nicht von allen gesehen wird, ist auch Rainer Schultze klar: "Die, die Zeit hätten, sich aktiv einzubringen, sind einfach nicht gewillt. Bei Einsätzen hat man manchmal nur zwei Leute - und Arbeit für zehn." Die wenigen schönen Momente geben Auftrieb, wenn zum Beispiel bei den großen Festen, für die die "Sommerlust" über den Verein hinaus bekannt ist, mal einer sagt: "Ihr macht das schon alles richtig, weiter so!"



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