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Zuschlag für Mittelsachsen

Jobcenter Programme bieten Perspektive

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt erweist sich im positiven Sinne als stabil. Die Halbjahresbilanz der Arbeitsagentur Mittelsachsen verzeichnet Rückgänge bei den Arbeitsuchenden und der Geschäftsführer Operativ Jens Burow konnte berichten, dass im Laufe des Jahres bereits rund 2.600 Menschen im Landkreis wieder in Arbeit gebracht werden konnten. Es gibt allerdings einen Wermutstropfen, auf den Annett Voigtländer von den mittelsächsischen Jobcentern hinweist. "Eine Gruppe profitiert nach wie vor nicht von der guten Entwicklung", sagt sie. "Und das sind die Langzeitarbeitslosen." Es gäbe von der Bundesregierung entsprechende Programme, welche helfen sollen, diesem Umstand entgegenzuwirken. Doch sind diese zeitlich begrenzt. "So läuft das Projekt 50 plus Ende 2015 definitiv aus", so Voigtländer. "Allerdings liegen wir in Mittelsachsen gut im Rennen. 107 Integrationen in den Arbeitsmarkt sind uns damit bislang gelungen." Erfolgreich waren die Jobcenter Mittelsachsen auch an anderer Stelle. Für das Bundesprojekt zur Integration von Langzeitarbeitslosen hat man sich beworben und den Zuschlag erhalten. Am 18. Mai ist es gestartet. "Dabei werden Arbeitgeber finanziell gefördert, wenn sie Langzeitarbeitslose beschäftigen", erläutert Annett Voigtländer. "Und die Arbeitnehmer selbst erhalten Unterstützung bei der Einarbeitung." Die Zuwendung für die Region beträgt knapp 5 Millionen Euro. In den Jobcentern wurden insgesamt drei Stellen für Betriebsakquisiteure geschaffen.

Auch der Landkreis in Person des 1. Beigeordneten Lothar Beier unterstützt das Programm. "Bei den Lohnzuschüssen gibt es allerdings eine Deckelung, die bei 75 Prozent liegt", sagt Voigtländer. "Auch werden keine Mini-Jobs gefördert, sondern nur sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze."