Zustand einzelner Straßen besorgniserregend

Hilferuf Drei Bürgermeister machen auf Problem aufmerksam

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Lokaltermin an gefährdeter Straße: Volkmar Schreiter, Steve Johannes Ittershagen, Bernd ubricht und Andreas Beger (v.r.) an der Straße hinter Rothenfurth. Foto: Wieland Josch

Großschirma/Halsbrücke/Reinsberg. Irgendwann sind die Grenzen der Geduld einmal erreicht. Die Bürgermeister Volkmar Schreiter aus Großschirma, Andreas Beger aus Halsbrücke und Bernd Hubricht aus Reinsberg halten mit ihren Sorgen nicht mehr länger hinter dem Berg. Am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, machten sie mit einer Rundreise durch ihre Gemeinden auf den teils katastrophalen Zustand mancher Straße aufmerksam. "Hier wurde, wenn überhaupt, in den letzten Jahrzehnten nur sehr sparsam ein wenig ausgebessert", sagt Bernd Hubricht. "Der Unterbau befindet sich teilweise noch auf dem Stand der 1960er Jahre." Reinsberg ist zudem noch besonders vom Autobahnausweichverkehr betroffen. Auch die Straße zwischen dem Ortsteil Dittmannsdorf und Krummenhennersdorf ist mittlerweile für Lastkraftwagen nicht mehr nutzbar. "Das trifft dann vor allem die Landwirtschaft", ergänzt Andreas Beger. "Was uns beunruhigt ist die mittlerweile jahrelange Sprachlosigkeit des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr." Dem kann Volkmar Schreiter nur zustimmen. Der Teilabschnitt der Straße zwischen Rothenfurth und der Kreuzung Alte Meißner Straße bereitet erhebliche Sorgen, denn der Straßenhang, der zur Mulde hinab führt, ist sehr marode und die Folgen eines Abrutschens will man sich besser gar nicht vorstellen. Die drei Bürgermeister waren auf ihrer Tour, die sie, um ihr Anliegen zu unterstreichen, in einem robusten Geländewagen absolvierten, nicht allein. Der Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen war mit dabei und machte sich ein Bild vor Ort von der Situation. "Das zuständige Wirtschaftsministerium ist gefordert, endlich etwas zu unternehmen", sagt er deutlich. "Es kann nicht sein, dass 26 Jahre nach der Wende immer noch Straßen existieren, die zum letzten Mal in der DDR hergerichtet wurden." Seine CDU-Fraktion habe dem SPD-Minister entsprechende Vorschläge gemacht, etwa 60 Stellen mehr für das Landesamt. "Die 60 Stellen lehnen sie nicht ab", so Ittershagen. "aber nicht für das LASuV." Der häufige Farbenwechsel im Wirtschaftsministerium sei einer der Gründe, warum auf den Straßen nichts vorwärts gehe, sind sich alle einig. "Die Gemeinden würden ja die Planungen, die Arbeit vor Ort machen", schlägt Bernd Hubricht vor. Doch gestalte sich die Zustimmung dazu ebenfalls schwierig. "Es liegt eindeutig nicht am Geld", betont Steve Johannes Ittershagen. "Wir haben vor allem ein Planungsproblem." Er werde die Probleme direkt im Verkehrsministerium zur Sprache bringen, versprach er.