Zwischen Lampenfieber und Trefferquote: Sieben neue Jäger in Mittelsachsen ausgebildet

Treffsicherheit, Fachwissen und Verantwortung für Natur und Wild: Die diesjährige Jägerprüfung in Mittelsachsen hatte es in sich – sieben Prüflinge haben sie erfolgreich gemeistert.

Eppendorf, Freiberg

Ein Jäger muss heute deutlich mehr mitbringen als ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Wer die Jägerprüfung ablegen möchte, beschäftigt sich intensiv mit Wildarten, Naturschutz, Lebensräumen, Waffenkunde und rechtlichen Grundlagen. Die Ausbildung an den Jagdschulen dauert mehrere Wochen und verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges ab.

Organisiert wird die Prüfung von der unteren Jagdbehörde des Landkreises Mittelsachsen.

Start auf dem Schießstand in Eppendorf

Los ging es am 27. April mit dem jagdlichen Schießen auf dem Schießstand in Eppendorf. Dort mussten die Prüflinge in den Disziplinen Rehbock, Keiler und Wurftaube zeigen, dass sie sicher und verantwortungsvoll mit der Waffe umgehen können. Neben den geforderten Trefferzahlen stand vor allem die sichere Handhabung der Waffen im Fokus.

Schriftliche Prüfung mit großem Themenfeld

Am 5. Mai folgte die schriftliche Online-Prüfung am Fachschulzentrum Freiberg-Zug. Innerhalb von zwei Stunden beantworteten die angehenden Jägerinnen und Jäger Fragen aus einem umfangreichen Themenkatalog.

Gefragt waren Kenntnisse in:

  • Jagdkunde
  • Waffenkunde
  • Naturschutz und Verbraucherschutz
  • Wildbiologie
  • rechtlichen Grundlagen rund um die Jagd

Mündlich-praktische Prüfung als letzter Schritt

Den Abschluss bildete am 9. Mai die mündlich-praktische Prüfung – ebenfalls am Fachschulzentrum Freiberg-Zug. In kleinen Gruppen stellten sich die Teilnehmer den Fragen von jeweils zwei ehrenamtlichen Prüfern. Dabei wurden sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fähigkeiten bewertet.

Für jedes Prüfungsfach standen bis zu 15 Minuten zur Verfügung.

Sieben neue Jägerinnen und Jäger in Mittelsachsen

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 13 Prüflinge an der Jägerprüfung teil. Sieben von ihnen konnten die anspruchsvolle Prüfung erfolgreich bestehen und dürfen sich nun offiziell Jägerinnen beziehungsweise Jäger nennen.

Ohne Ehrenamt und starke Partner nicht möglich

Ein großer Teil des Erfolgs der Jägerprüfung basiert auf dem Engagement vieler Beteiligter. Der Jägerprüfungsausschuss sowie zahlreiche ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer investieren jedes Jahr viel Zeit und Fachwissen in die Ausbildung und Prüfung des jagdlichen Nachwuchses.

Unterstützt wird die Durchführung außerdem seit vielen Jahren zuverlässig durch das Fachschulzentrum Freiberg-Zug und den Betreiber des Schießstandes in Eppendorf.

Für einen feierlichen Abschluss sorgte die Bläsergruppe des Freiberger Jagdverbandes e.V., die die Zeugnisübergabe musikalisch begleitete.

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