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Zwischen Limbach und Russland

Menschen Vater und Sohn arbeiten in Moskau

Es war eigentlich ein Zufall, der sich vor gut drei Jahren abspielte: Der Bräunsdorfer Günter May, der schon viele Jahre bei einer Wassertechnikfirma angestellt ist, wurde von dieser beruflich an den Standort Moskau versetzt. Dass ihn dabei allerdings sein Sohn Alexander begleiten würde, ahnten beide zunächst nicht. Der 34-Jährige war bereits als Diplomand in der Firma des Vaters tätig und erhielt nach seinem Studium die Möglichkeit, die Welt zu entdecken - und zwar die Welt von Weite, Kälte, Wodka und Millionen von Menschen. "Das Leben in Moskau ist schon eine Umstellung und keinesfalls mit dem in Limbach zu vergleichen", betont Alexander May, der die letzten Tage in seiner Heimat Limbach verbrachte.

Los gehe das beim immensen Verkehrschaos, das in Moskau herrsche. "Die Stadt ist einfach zu schnell gewachsen. Jetzt gibt es riesige Probleme mit der Infrastruktur dort", erzählt Günter May. Durch das hohe Verkehrsaufkommen gebe es für Alexander May zum Beispiel nur eingeschränkte Sportmöglichkeiten. "Fahrradfahren oder Joggen ist unmöglich", sagt er. Der Kontakt zu Arbeitskollegen, mit denen sich die zwei Limbacher entweder auf Deutsch oder Englisch unterhalten, sei ebenfalls nicht mit dem hier zu vergleichen. "Die russischen Mitarbeiter sind oft Einzelkämpfer, Teamgeist wird dort nicht so groß geschrieben wie bei uns", so Günter May.

Zünftig und schmackhaft sei hingegen die russische Küche. Gerichte mit Kartoffeln und Fleisch kommen bei den Mays ebenso auf den Tisch wie Suppen und Gemüse. "Feiern können die Moskauer auch gut, getrunken wird gern und viel", sagt Alexander May, der oft am Nachtleben der Millionenmetropole teilnimmt. Das sei sehr facettenreich und ständig im Wandel. Es gebe immer wieder neue Clubs, die eröffnen und Musikbands aus aller Welt kämen an der russischen Metropole nicht vorbei, erzählt er.