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Damit auf dem Sachsenring alles rund läuft

Motorsport Sieben Franzosen sind beim MotoGP am Sachsenring im Einsatz

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Weit über 1.000 ehrenamtliche Helfer sorgen auch in diesem Jahr wieder für einen reibungslosen Ablauf des Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring. Ein nicht unerheblicher Teil davon, rund 450, arbeiten in der direkten Rennleitung und -organisation sowie als Streckenposten, welche seit jeher vom erfahrenen AMC Sachsenring aufgeboten werden.

Internationale Helfer sind mit von der Partie

Da der Hohenstein-Ernstthaler Motorsportclub diesen Personalbedarf nicht mit den eigenen Clubmitgliedern decken kann, arbeitet man diesbezüglich mit Partnerclubs zusammen. Die speziell geschulten oder zumindest eingewiesenen Streckenposten kommen zum Beispiel vom MSC Schleizer Dreieck, vom MC Stollberg, dem Lausitzring und sogar aus Tschechien sowie aus Frankreich.

In der Omega-Kurve der Traditionsrennstrecke trafen wir auf eine Truppe aus dem Elsass und kamen schnell ins Gespräch. Dabei erklärte der gut Deutsch sprechende Fabien Bieth: "Wir sind zu siebent hier, nun schon zum vierten Mal. Vier, hier unten im Omega und noch drei weitere Leute weiter oben. Wir sind auch beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, der Formel 1 in Monaco, auf dem Straßenkurs in Pau sowie bei Bergrennen und Rallyes als Streckenposten aktiv. Im Jahr sind wir bei rund zehn Veranstaltungen im Einsatz. In Le Mans haben wir ein paar Leute vom Lausitzring kennengelernt und sind gute Freunde geworden. Über sie sind wir zum MotoGP an den Sachsenring gekommen. Hier gefällt es uns wirklich ausgezeichnet."

Enthusiasmus ist Grundvoraussetzung

Da sich mit dem Job als Streckenposten nicht wirklich was verdienen lässt, ist eine gehörige Portion Enthusiasmus notwendig: Dazu erklärt der 42-Jährige aus Saverne: "Wie reisen am Donnerstag an und am Montag wieder ab. Unser Salär deckt kaum die Benzinkosten, aber es macht Spaß, denn man trifft entweder gute Freunde oder lernt neue kennen. Das ist doch schön. Im Motorsport sind wir alle wie eine große Familie."

Neben ihm steht sein Freund Thomas Loiseau, der zwar kein Deutsch, dafür aber Englisch spricht. Er zeigt stolz auf seinen Overall, denn den hat er 2015 bei der Formel 1 in Mexiko bekommen und durfte ihn auch behalten. Das war aber nicht seine einziger Einsatz bei der Formel 1, denn in Kanada (Montreal) war er schon zwei Mal als Streckenposten dabei - natürlich mit seinem Original F1-Mexiko-Overall, der des Öfteren übergestreift wird. "In Le Mans bekommen wir jedes Jahr einen neuen Overall und dürfen diese jedes Mal behalten. Dieser hier kommt aber nur bei besonderen Events zum Einsatz, so wie hier auf dem Sachsenring", so der 41-jährige Straßburger.

Weitere News und Informationen zum Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring finden Sie in unserem Special.