Francesco Bagnaia im Höhenflug

Moto2 Rossi-Zögling führt die Tabelle mit 144 Zählern an

2010 trat die "GP-Mittelklasse" Moto2 an die Stelle der 250-ccm-Klasse. Sie ist die direkte Vorstufe der MotoGP und füttert diese nahezu alljährlich mit neuen Piloten. Natürlich landeten zuallererst sämtliche Moto2-Weltmeister in der Königsklasse. In diesem Jahr schickt sich Francesco Bagnaia an, in die Fußstapfen eines Marc Marquez, Pol Espargaro, Tito Rabat, Johann Zarco oder Franco Morbidelli zu treten. Nach den ersten acht Grand Prix 2018 führt er mit ebenfalls vier Saisonsiegen (wie Marc Marquez in der MotoGP) die Tabelle mit 144 Zählern an. Nach dem Saisonauftakt in Katar siegte der 21-jährige Italiener vom Sky Racing Team VR46 auch in Austin (USA), Le Mans (FRA) sowie zuletzt im niederländischen Assen.

Auch andere Fahrer mischen mit

Francesco Bagnaia ist einer von nur zwei Fahrern, die bisher in jedem Rennen punkteten. Der andere ist Miguel Oliveira vom Team Red Bull KTM Ajo. Vor allem mit seinem Sieg in Mugello (ITA) sowie drei zweiten und zwei dritten Plätzen sammelte der Portugiese 128 Punkte und damit 18 mehr als der aktuelle Drittplatzierte, der Spanier Alex Marquez. Der jüngere Bruder von Marc Maquez stand fünf Mal auf dem Podest und leistete sich ausgerechnet bei seinem ersten Heimrennen in Jerez einen schmerzhaften Nuller.

Ihm folgt Lorenzo Baldassari, ebenfalls aus dem Stiefelland, der 93 Punkte, unter anderem mit einem Sieg in besagtem Jerez, auf sein Konto bringen konnte. Mit einer weiteren größeren Lücke folgen der als Moto3-Weltmeister in diesem Jahr aufgestiegene Joan Mir und Xavi Vierge vom deutschen Team Dynavolt IntactGP. Hinter Brad Binder nehmen die Sieger von Barcelona (ESP) bzw. Termas de Rio Hondo (ARG), Fabio Quartararo und Mattia Pasini, die Tabellenränge acht und neun ein. Auf Platz zehn folgt Vierges deutscher Teamkollege Marcel Schrötter, der zuletzt dreimal als Vierter knapp an seinem ersten Podestplatz vorbei schrammte.