Motocross: Außer Spesen nichts gewesen

MOTORSPORT Justin Trache kam in Italien nicht zum Zug

Mantova. 

Mantova. Der Motocrosser Justin Trache hetzt derzeit von Rennen zu Rennen. Seit dem letzten März-Wochenende ist der 16-jährige Chemnitzer fast im Dauereinsatz, zumindest im Dauerstress. Neben der dmsj - Deutsche Jugend Motocross Meisterschaft in der Klasse bis 125 ccm und dem ADAC MX Junior Cup 125 geht der Teenie auch in der EMX125 der Motocross-Europameisterschaft an den Start.

Zweiter beim Heimrennen - Sturzpech in "Bella Italia"

Nachdem er am ersten Mai-Wochenende beim zweiten dmsj-Lauf 2019 in Lugau als Zweiter auf dem Podest stand, ging es für ihn an diesem Wochenende im italienischen Mantova in der EM weiter. Die Reise über die Alpen hätte man sich, im Nachhinein betrachtet, allerdings sparen können, denn gleich beim ersten freien Training am Samstagmorgen stürzte Justin Trache, sodass sein Rennwochenende im Prinzip beendet war, bevor es so richtig angefangen hatte.

Äußerlich scheinbar weitgehend glimpflich davongekommen, versuchte er es zwar in der nächsten Trainingssession noch einmal, doch nach zwei Runden musste er die Sinnlosigkeit seiner Bemühungen einsehen. "Schade, ich war nach meinem Erfolgserlebnis bei der DM gut drauf und hatte mich echt auf das Rennen in Italien gefreut", meinte er nach seinem Missgeschick und erklärte weiter: "Ich bin als Erster meiner Trainingsgruppe auf die Strecke gegangen und wollte mich erst einmal einrollen und alles inspizieren. Da ich vorn bleiben wollte, um anschließend eine freie Bahn zu haben, bin ich entgegen meines Planes eine Passage gesprungen, doch hier passte die Anfahrt noch nicht. Mein Hinterrad wurde ausgehebelt, woraufhin ich das Motorrad unter mir weggedrückt habe und so zumindest ohne Bike gestürzt bin. Zunächst dachte ich, dass ich glimpflich davon gekommen sei, doch nachdem das Adrenalin nachließ, tat mir alles weh. Ich habe mich gründlich durchchecken lassen, zum Glück ist nichts gebrochen. Ich bin wohl kräftig durchgeschüttelt worden. Ich habe mich dann erst einmal hingelegt und habe sechs Stunden geschlafen."

Schon in der nächsten Woche geht es im mecklenburgischen Vellahn mit der 125er-DM weiter. Erst danach ist für ihn und so manchen Mitstreiter eine kleine Pause.