Motorsport: Westsachsen feiern Teilerfolge

Wettkampf Seitenwagen-WM und Alpe-Adria-Cup in Oschersleben

Oscherleben. 

Oscherleben. Auch in diesem Jahr gastierte die FIM World Sidecar Championship, zu Deutsch Seitenwagen-Weltmeisterschaft, wieder in Deutschland. Im vorigen Jahr war das im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic sowie zum Saisonfinale der Alpe Adria International Motorcycle Championship in Oschersleben der Fall. Die ADAC Sachsenring Classic pausiert in diesem Jahr, doch die südosteuropäische Rennserie machte dem Kurs in der Magdeburger Börde erneut ihre Aufwartung, und mit ihr auch die WM der Seitenwagen-Gespanne.

Zwei Mann auf dem motorisierten Dreirad

Nach ihrem Titelgewinn in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft des letzten Jahres wollten auch der Bayer Josef Sattler und dessen Beifahrer Uwe Neubert aus St. Egidien unweit des Sachsenrings sich auf WM-Terrain versuchen und beweisen, was bisher von überschauberem Erfolg (ein sechster Platz auf dem ungarischen Pannoniaring) gekrönt war. In Oschersleben hatte das bayrisch-sächsische Duo in allen Trainingssitzungen massive Set-up-Problemen, wiederholten im ersten Rennen am Samstag aber immerhin diesen sechsten Platz. Tags darauf zwang sie dann ein Motorschaden während der ersten Rennrunde zur vorzeitigen Aufgabe, sodass die Punkt-Ausbeute wieder eigentlich zu gering war. In der Tabelle half der sechste Platz vom Samstag nur marginal, sich in der Gesamtwertung wenigstens auf Rang elf zu verbessern.

Vizetitel weiter im Visier

Ebenfalls im Pech war Arnaud Friedrich aus dem Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil Bräunsdorf, zumindest am Samstag. Ins erste Rennen der Solo-Klasse Superstock 1000 des Alpe Adria Championats und gleichzeitig der Superstock-1000-EM ging der 19-Jährige vom zweiten Startplatz der ersten Startreihe. Wegen eines Verstoßes gegen die Start-Prozedur-Regelung erhielt er allerdings eine Boxen-Durchfahrtstrafe, sodass er danach nicht mehr über Platz acht hinauskam. Im zweiten Rennen am Sonntag lief es für ihn deutlich besser, sodass er seine Startposition zwei auch nach der Zieldurchfahrt inne hatte. So auch in der Tabelle.

Training unter Rennbedingungen endete auf dem Podest und einmal im Kies

Sogar zwei Westsachsen gingen im Honda Talent Cup an den Start, genauer gesagt ein junger Fahrer und eine Fahrerin. Phillip Tonn aus Neukirchen/Pleiße nutzte das Rennen in Oschersleben als zusätzliche Trainingseinheit für seine Einsätze in der im Red Bull MotoGP Rookies Cup, der im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaft läuft. Am Samstag musste er sich nach einem sehenswerten rundenlangen Kampf mit der Winzigkeit von 0,042 Sekunden Rückstand auf den Dänen Tino Hole geschlagen geben. Am Rennsonntag sah der 1,49-m-Rennfloh nach einem letztlich harmlosen Sturz keine Zielflagge.

Rennamazone auf dem Podest

Die 20-jährige Marie Mende aus Gersdof, also ebenfalls nur einen Steinwurf vom Sachsenring entfernt zu Hause, wurde im ersten Rennen im leider etwas kleinen Starterfeld gute Vierte. Im zweiten durfte sie dann als Dritte sogar zum vierten Mal in dieser Saison an der Siegerzeremonie teilnehmen. Diesen Rang nimmt die angehende Zerspanungsmechanikerin weiterhin auch in der Tabelle ein.