Amazon-Mitarbeiter in Leipzig streiken weiter

Streik Ziel ist Bezahlung auf Tarifniveau

amazon-mitarbeiter-in-leipzig-streiken-weiter
Foto: ollo/Getty Images

Leipzig. Am heutigen Mittwoch wird der Streik bei Amazon in Leipzig fortgesetzt. Grund ist die fehlende Tarifbindung bei Amazon, die die Streikbereitschaft der unzufriedenen Mitarbeiter nach wie vor fördert.

Ver.di Landesbezirksfachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago ist verständnislos: "Es ist schwer zu ertragen, dass der derzeit reichste Mensch der Welt (Amazon-Gründer Jeff Bezos) die Beschäftigten nach wie vor unter dem branchenüblichen Tarifniveau des Einzel- und Versandhandels bezahlt und die Aufnahme von Tarifverhandlungen kategorisch ablehnt."

Klare Forderung: Tarif statt Ausbeutung

Mit Beginn der Nachtschicht am Dienstag, 3.4., traten die Beschäftigten des Unternehmens in Streik und gaben bekannt, diesen noch bis zum Ende der Mittwoch-Spätschicht fortzusetzen. Rund 400 Kolleginnen und Kollegen hatten sich laut ver.di am Dienstag im Laufe des Tages an dem Streik beteiligt. "Das erhöhte Bestellvolumen aus den Ostertagen konnte so nur verzögert abgearbeitet werden", so Streikleiter Thomas Schneider.

Wo bleibt die Wertschätzung?

Die strikte Tarif-Ablehnung von Amazon diene nicht nur der finanziellen Absicherung der Beschäftigung, sondern sei auch ein Zeichen der Wertschätzung, betont Thomas Schneider. "Stattdessen diktiert Amazon momentan einseitig die Löhne, überwacht die Beschäftigten und setzt sie gesundheitsschädlichem Leistungsdruck aus", so Schneider. Er kündigte an, dass es solange Streiks geben wird bis auf die Forderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingegangen würde.

Die Streikversammlung vor Amazon begann am Mittwochvormittag gegen 11:30 Uhr in Leipzig.