Brand in Litinov: Giftwolke zieht gen Sachsen

Unipetrol Vor zwei Jahren schon einmal Feuer auf Mülldeponie

Foto: Bernd März

Litvinov/ Erzgebirge. Zum wiederholten Male ist ein Großbrand auf dem Gelände von Unipetrol im tschechischen Litvinov ausgebrochen. Erst am 13. August 2015 gab es ein riesiges Feuer auf dem Gelände. Damals brannte eine Ölpipeline. Giftige Dämpfe zogen bis nach Deutschland. Die Feuerwehr aus Olbernhau und Umgebung warnten die Bevölkerung vor den Dämpfen, sollten Türen und Fenster geschlossen halten.

Deutschneudorf, Olbernhau und Seiffen sind betroffen

Der heutige Brand brach in der Nacht aus. Riesige Rauchwolken zogen über Tschechien und seit den Morgenstunden bis nach Sachsen. Betroffen sind u.a. die grenznahen Gebiete wie Deutschneudorf, Olbernhau und Seiffen. Seit dem Mittagsstunden ist die "Giftwolke nun auch bis Mittelsachsen" gezogen. Der Reporter vor Ort spricht von einem eklig stinkenden, teils illegalem brennenden Müllhaufen. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz und versuchen den Brand zu löschen.

Fenster vor "Katzendreck" verschlossen halten

Die Brandursache ist unklar. In Deutschland warnt die Feuerwehr wieder vor den giftigen Dämpfen. Schulen, Kita sollen Fenster und Türen geschlossen halten.Die Erzgebirgsregion hat seit Jahren mit dem sogenannten "Katzendreck" aus Tschechien zu tun. Der Industriepark aus Litvinov strahlt immer wieder giftige Dämpfe ins Erzgebirge aus.