Kultusministerin Brunhild Kurth tritt zurück

Politik "Meine Zeit soll jetzt der Familie gehören."

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Die nun ehemalige Staatsministerin für Kultus des Freistaates Sachsen, Brunhild Kurth (CDU), im sächsischen Kultusministerium in Dresden. Foto: Robert Michael / www.robertmichaelphoto.de

Sachsen. Fünfeinhalb Jahre war sie Sachsens Kultusministerin und jetzt kommt der überraschende Rücktritt, heute am Freitag. Als Anlass für den Rücktritt gibt sie allein persönliche Gründe an. Sie erläutert: "Als mich Ministerpräsident Stanislaw Tillich im November 2014 fragte, ob ich auch dem neuen Kabinett als Kultusministerin zur Verfügung stehen würde, sagte ich ihm gern zu. Allerdings erklärte ich ihm schon damals, dass ich nicht vorhätte, bis zum Ende der Legislaturperiode zu bleiben. Nach der Hälfte müsse für mich Schluss sein."

"Ich werfe nicht hin und gehe auch nicht im Groll"

Mit 63 Jahren möchte Frau Kurth nun für ihre Familie da sein, für Mann, Eltern und besonders für ihre Enkeltochter. Auch ein Umzug von Burgstädt nach Stuttgart ist in Planung, da dort ihre Enkeltochter mit Familie lebt. Im Herbst soll es soweit sein. Auch ihre Eltern werden mit umziehen.

Ministerpräsident Stanislav Tillich (CDU) bedauert den Rücktritt sehr: "Ich respektiere und bedauere zugleich die Entscheidung der Ministerin. Sie hat sich mit größter Energie und Leidenschaft für die Schulen und die Bildung im Land stark gemacht." Wer ihre Position im Kultusministerium nun übernehmen wird, ist noch nicht sicher. Nach den Herbstferien wird Herr Tillich jedoch den neuen Kultusminister vorstellen und berufen. In der Zwischenzeit wird Herr Staatssekretär Dr. Pfeil die Geschäfte des Ressorts führen.