"Mister Superbike" Peter Rubatto ist gestorben

Motorsport Rundenrekord-Halter auf dem alten Sachsenring erlag einem Krebsleiden

Peter Rubatto, Rundenrekord-Halter auf dem alten Sachsenring. Foto: Thomas Fritzsch/Archiv

Die Motorsportwelt trauert um Peter Rubatto. Wenn vom 22. bis 24. Juni die ADAC Sachsenring Classic stattfindet, wird man ihn vermissen. Der ehemalige Rennfahrer Peter Rubatto, Rundenrekord-Halter auf dem alten Sachsenring mit über 181 km/h, erlag am 18. Februar einem Krebsleiden. Der Superbikefahrer, der in den 1980er und 1990er Jahren mit seiner Fahrweise der Deutschen Meisterschaft seinem Stempel aufdrückte, wurde nur 62 Jahre alt.

Der Baden-Württemberger war drei Jahre bis 2012 auch letzter MZ-Teamchef in der Moto2-Weltmeisterschaft, hatte unter anderem mit dem Australier Anthony West und dem Stollberger Max Neukirchner beachtlichen Erfolg, die zahlreiche WM-Punkte einfuhren.

Teilnahme bei den Sachsenring-Classics

Wann immer es die Zeit zuließ, stieg er auch selbst wieder auf seine Rennmaschine und fuhr bei Classic-Veranstaltungen mit. Wie im Vorjahr bei der Sachsenring Classic, wo er Stammgast war wie all die Jahre zuvor. Der Sympathieträger mit den italienischen Wurzeln, der auch bei der prestigeträchtigen Tourist Trophy und beim Macau-Grand Prix aufs Podest stieg, feierte ausgelassen mit seinem Landsmann, dem 15-fachen Weltmeister Giacomo Agostini, dessen 75. Geburtstag am Sachsenring.

Er fuhr verschiedene Maschinen

Peter Rubatto verstand sich wie kaum ein anderer darauf, auf unterschiedlichste Rennmaschinen. So stieg er zur Classic auf die originale MZ Moto2-Rennmaschine, die 2011 der Rennfahrer Max Neukirchner fuhr. Und die Freude darüber war ihm ins Gesicht geschrieben. Auch neben der Rennstrecke war er derjenige, der seine Fans nicht links liegen ließ und immer einen kessen Spruch auf den Lippen hatte. Im Herbst letzten Jahres erhielt er die Diagnose Krebs. Die Rennsportfans aus dem Erzgebirge werden Peter Rubatto nie vergessen.