Neue Regeln für Selfie-Drohnen

Recht Wann ist der Flugbetrieb erlaubt? - Wann dürfen Dritte gefilmt werden?

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Foto: Marilyn Nieves/Getty Images/iStockphoto

Zwickau. Fotos von der eigenen Familienfeier aus der Vogelperspektive aufnehmen oder einmal über die Hecke in Nachbars Grundstück spähen - das ermöglichen kleine Drohnen mit Kamerafunktion, auch Selfie-Drohnen genannt.

Ganz ohne fremde Hilfe lassen sich mit ihrer Technik Sichtweisen erschließen, die bisher verborgen waren. "Was technisch inzwischen simpel ist, ist jedoch nicht generell erlaubt", relativiert Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Seit Anfang April gibt es eine neue Drohnenverordnung, die auch für den privaten Drohnenflug Regeln aufstellt.

Neue Verordnung regelt den Flugbetrieb und setzt Datenschutzgrenzen

Sie legt unter anderem für alle Drohnen eine maximale Flughöhe von 100 Metern fest. Dabei dürfen Drohnen generell nur in Sichtweite des Piloten geflogen werden. Wichtig für den privaten Einsatz zu wissen ist insbesondere, dass Drohnen, die optische oder akustische Funksignale empfangen - und dazu zählen Selfie-Drohnen - über Wohngrundstücken nicht geflogen werden dürfen, es sei denn, der Grundstückseigentümer hat ausdrücklich zugestimmt.

"Neben den Regelungen für den Flugbetrieb selbst bilden die Regelungen des Datenschutzes wichtige Grenzen für den Drohneneinsatz", so Henschler weiter. Beispielsweise kann jedermann bildliche Aufnahmen seiner Person unter Berufung auf das allgemeine Persönlichkeitsrecht untersagen.

Bildveröffentlichung bedarf der Erlaubnis

Die Veröffentlichung von Bildern fremder Personen beispielsweise im Internet bedarf immer deren Zustimmung. Wurde diese nicht eingeholt, können die Betroffenen sofort die Löschung verlangen. Eltern nehmen diese Rechte stellvertretend für ihre Kinder wahr.