Sachsen schiebt erneut straffällige Tunesier ab

Abschiebung Flugzeug startete zum 62. Mal in diesem Jahr

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Foto: Heiko Küverling/iStockphoto

Sachsen. Gestern gab das Sächsische Staatsministerium des Innern in einer Pressemitteilung bekannt, dass Sachsen zum 62. Mal in diesem Jahr straffällige Tunesier abgeschoben hat. Mit einem Sammelcharter wurden 25 Personen in ihr Heimatland zurück überführt.

An den Rückführungen beteiligt waren neben Sachsen (zwölf Personen), auch Baden-Württemberg (fünf Personen), Nordrhein-Westfalen (vier Personen), Hamburg (zwei Personen), Hessen und Berlin (je eine Person). Elf von den zwölf aus Sachsen stammenden Ausreisepflichtigen saßen in Haft.

Ulbig: "Abschiebungen notwendig, um unser Asylsystem funktionsfähig zu halten"

Innenminister Markus Ulbig betonte: "Die Abschiebung ist ein klares Signal an Ausreisepflichtige und insbesondere diejenigen, die straffällig geworden sind. Wer kein Bleiberecht hat, muss unser Land verlassen. Die Rückführungen sind notwendig, um unser Asylsystem funktionsfähig zu halten."

Das Flugzeug startet gestern vom Flughafen Leipzig/Halle am frühen Nachmittag nach Enfidha in Tunesien. Laut Asylstatistik der Landesdirektion Sachsen waren 837 Menschen aus Tunesien ausreisepflichtig. Im gesamten Jahr 2016 erfolgten 85 Abschiebungen.