Schädlich exklusiv: "Zeigen, dass sie echte Kerle sind"

Prognose Gerd Schädlich gibt für BLICK seine Einschätzung zur Fußball-WM

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Gerd Schädlich steht für Erfolg. In Aue, Zwickau und in Chemnitz hat man besonders gute Erinnerung ihn. Foto: Harry Härtel/Archiv

Gerd Schädlich, der als Coach einst mit dem FSV Zwickau sowie Erzgebirge Aue den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte und den Chemnitzer FC 2011 in die 3. Liga führte, hat seine Trainertätigkeit vor einiger Zeit definitiv an den Nagel gehangen. Auch dadurch hat der 65-Jährige nun ausgiebig Zeit, die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zu verfolgen. Nach der 0:1- Auftaktpleite gegen Mexiko sieht der gebürtige Rodewischer für die deutsche Nationalmannschaft nicht schwarz. "Man muss zunächst erst einmal anerkennen, dass Mexiko richtig gut gespielt hat. Die Qualität zeigt sich auch darin, in welchen Clubs die Mexikaner angestellt sind. Davon abgesehen blieb Deutschland unter seinen Möglichkeiten", sagte Schädlich.

Schädlich sieht viel Potential im deutschen Team

Sicherlich sei ein Auftaktspiel in einem Turnier nicht so einfach. "Jetzt hatte unser Team eine Woche Zeit, Dinge zu ändern. Gegen Schweden müssen sie am Samstag nun zeigen, dass sie echte Kerle sind. Das Potential ist zweifellos vorhanden", sagte der ehemalige Trainer. Die anderen Ergebnisse, wie zum Beispiel das 1:2 der Polen gegen den Senegal, würden zeigen, dass die so genannten kleine Teams aufgeholt haben. "Da halte ich es mit dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts. Der sagte einmal: ,Die Breite an der Spitze ist dichter geworden'", meinte Schädlich. Dennoch würden die vermeintlich schwächeren Gegner vor allem durch eine einfache, weil extrem defensive Spielweise versuchen, die Favoriten in Schwierigkeiten zu bringen. Diese wiederum tun sich schwer, entsprechende Lösungen zu finden. "Dann sieht man jedoch keine schönen Spiele, wenn ich zum Beispiel an das 1:0 der Spanier gegen den Iran denke", sagte der Fußballexperte. Für ihn gehe deshalb die Weltmeisterschaft auch erst mit dem Achtelfinale richtig los.